Doping-Dealer versorgte Hobbysportler: Haft

München - Ein 24-Jähriger hat in München einen schwunghaften Handel mit Dopingmitteln betrieben. Kunden waren vor allem Hobbysportler und Türsteher. Jetzt wurde der Mann verhaftet:

Bereits seit Oktober 2010 werden Ermittlungen gegen einen 24-jährigen Deutschen geführt, da dieser im Verdacht steht, seit Mai 2010 mit Dopingmitteln zu handeln. Er dealte mit einer Vielzahl von Wachstumshormonen, Arznei- und Dopingmittel sowie Präparate, welche die unerwünschten Nebenwirkungen der Dopingmittel wiederum unterdrücken, an einen größeren Personenkreis.

Alle diese Mittel dürfen nur gegen Verschreibung in Apotheken abgegeben oder zum Teil gar nicht in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt werden. Bereits am 28. Oktober gab es eine Razzia in der Wohnung des 24-Jährigen. Dabei konnten zahlreiche Dopingmittel sichergestellt werden. Die nicht geringe Menge, welche in der Dopingmittelverordnung festgelegt ist, wurde dabei um das 250-fache  überschritten. 

Der Mann zeigte sich von den Ermittlungen aber unbeeindruckt - und dealte eifrig weiter.  Die Dopingmittel bezog er zum Teil aus dem Ausland. Im Rahmen der Ermittlungen wurde festgestellt, dass ein 41-jähriger Deutscher als Geschäftspartner fungierte und teilweise auch die Weitergabe der Dopingmitteln organisierte. Weiter konnten zahlreiche Abnehmer ermittelt werden. Es handelte sich dabei sowohl um Freizeitsportler, wettkampforientierte engagierte Bodybuilder und Personen, die als Türsteher arbeiten. Der 41-Jährige ist in der Security-Branche tätig und verdient seinen Lebensunterhalt als Ladendetektiv.

Am 23. Februar wurden die Wohnungen der insgesamt elf Beschuldigten durchsucht. Zugleich wurde ein Haftbefehl des Amtsgerichts München gegen den 24-Jährigen vollstreckt.

Bei den Durchsuchungen konnten größere Mengen an Dopingmitteln, unter anderem Wachstumshormone und sonstige Arzneimittel, sichergestellt werden. Der Grenzwert der nicht geringen Menge wurde dabei in der Gesamtmenge um mehr als das 1200-fache überschritten.  Fünf Beschuldigte legten ein umfangreiches Geständnis ab. Der Haupttäter macht bisher keine Angaben zur Sache.

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