Doppelmord: Handelte Cornelia in Todesangst?

Notzing - Der Doppelmord von Notzing wirft immer mehr Fragen auf. Handelte die Tochter der Opfer aus Todesangst? Cornelia R. schiebt die Schuld auf ihren Ex-Freund.

Sie hat ihre eigenen Eltern vergraben! Sie half dem Doppelmörder bei der Spurenbeseitigung! Und blieb mehr als 48 Stunden an seiner Seite! Welche Rolle spielte Cornelia R. (17) bei der Tragödie von Notzing (Kreis Erding) wirklich?

Nüchtern und abgeklärt erklärte sie den Ermittlern, wie sie die Leichen von Franz († 60) und Heidi R. († 54) beseitigen wollten. Die tz erfuhr: Bei ihrer ersten Vernehmung schob sie alle Schuld auf ihren Ex, den Killer Christoph W. (21). Er habe ihr gedroht. Deshalb hätte sie aus Angst vor ihm und dem Gefängnis mitgemacht. Etwas später meinte der angeblich: „Jetzt bist du genauso dran.“

Doppelmord: Die Bilder vom Tatort

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Die Ermittler rätseln, ob diese Aussage glaubhaft ist. Schließlich hätte sie auf der zweitägigen Odyssee durchs Erdinger Moos sicher auch flüchten können. Cornelia und Christoph kauften sogar gemeinsam Putzmittel, um im Mordhaus die Blutspritzer wegzuwischen.

Experten der psychiatrischen Klinik in Taufkirchen prüfen jetzt, wie die Tochter der Mordopfer wirklich tickt. Staatsanwalt Ralph Reiter: „Wir wollen wissen, ob sie fremdgesteuert war oder freiwillig mitgeholfen hat.“

Das Amtsgericht hat gegen Cornelia bereits einen Haftbefehl wegen Strafvereitelung erlassen, der aber außer Vollzug gesetzt wurde.

arb

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