Portugal-Morde: Lebensgefährtin belastet Gunnar D.

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Der angeklagte Gunnar D. (r.) vor Gericht.

München - Die Schlinge zieht sich für Gunnar D. (44) vor Gericht immer enger zu. Er muss sich wegen Mordes an seiner Freundin Georgina Z. und der gemeinsamen Tochter Alexandra verantworten.

Seine jetzige Lebensgefährtin, für die er laut Anklage das schreckliche Verbrechen in Portugal beging, um sein Verhältnis mit der Geliebten zu vertuschen, belastete ihn am Donnerstag als Zeugin schwer. Die 47-jährige Engländerin mit asiatischen Wurzeln entlarvte ihn als Lügner.

Gunnar D. hatte ihr damals erzählt, er sei vom 6. bis 11. Juli 2010 auf Geschäftsreise in Dänemark. In Wahrheit reiste er mit seiner Geliebten Georgina und dem Kind nach Portugal. Staatsanwältin Elisabeth Ehrl: „Einziges Ziel der Reise war die Absicht des Angeklagten, die beiden zu töten.“

Gunnar D., der das schreckliche Verbrechen bislang bestreitet, hatte vor Gericht behauptet, seine Freundin wusste, dass er mit Georgina befreundet war und dass aus diesem Verhältnis ein Kind stamme. Hat sie davon wirklich gewusst? Die Fragen des Gerichts beantwortete die Zeugin am Donnerstag mit einem überzeugenden „Nein“.

Nach seiner Rückkehr am 11. Juli 2010 nach München hatte Gunnar D. sichtbare Wunden, bestätigte die Zeugin. Auch das hatte der Angeklagte bestritten. Die Zeugin: „Ich habe ihn gefragt, was passiert ist. Er hat gesagt, ich soll aufhören, weitere Fragen zu stellen.“ Diese Bisswunden hatte Georgina Z. laut Anklage ihrem Mörder im Todeskampf zugefügt.

Ebu

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