Aiwanger erneuert Appell

Münchner Ladensterben geht weiter! Bekannte Kette sperrt vier Filialen zu - Sprecherin will nichts beschönigen

Wenige Einkäufer
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Mehrere Läden in der Münchner Innenstadt haben die Corona-Krise nicht überlebt.

Es rentiert sich nicht mehr: Vier Filialen der Parfümeriekette Douglas machen in München zu. Dabei hat die Überprüfung schon vor der Pandemie begonnen.

München - Das Ladensterben in der Münchner* Innenstadt geht weiter: Die Parfümerie Douglas wird vier Geschäfte in München schließen. „Die Filiale an der Leopoldstraße 48 wird zum 31. Juli schließen, die an der Passauerstraße 44 zum 31. Mai“, sagte am Mittwoch eine Unternehmenssprecherin.

München: Vier Douglas-Filialen machen zu - „Wirschaftlichkeit nicht mehr gegeben“

Und das ist nicht alles: Zudem werden auch die großen Filialen an der Neuhauser Straße 3 und der Sendlinger Straße 62 nach dem Lockdown nicht mehr öffnen, so die Sprecherin weiter.

Douglas überprüfe zudem derzeit sein gesamtes Filialnetz kontinuierlich auf seine Wirtschaftlichkeit. Diese Überprüfung habe übrigens auch schon vor der Corona*-Pandemie stattgefunden. Laut Douglas sei das Ergebnis dieses Prozesses nun, dass „in diesen vier Filialen die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist“.

Ladensterben in München: Click&Collect als letzter Strohhalm?

Das Ladensterben in der Pandemie: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte im Januar den Abholservice Click&Collect eingeführt und ihn als „vielleicht letzten Strohhalm für viele Händler bezeichnet“. Weiter appellierte er an die Bürger, diese Angebote anzunehmen – und nicht nur bei den großen internationalen Online-Plattformen zu bestellen. „Wenn Corona rum ist, wollen wir nicht ein großes Ladensterben festgestellt sehen“, erklärte Aiwanger.

Doch schon jetzt wird das Ausmaß des Ladensterbens durch Corona sichtbar: In der Münchner Innenstadt haben unter anderem Sport Münzinger, Jeans Kaltenbach und das Hotel Anna zugesperrt. - STÉPHANIE MERCIER - *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

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