Drei Brüder randalieren bei Polizeikontrolle

München - Eine Routinekontrolle der Polizei endete am Sonntag für drei Brüder auf der Polizeiinspektion, nachdem sie auf die Beamten los gegangen waren.

Bei einer Verkehrskontrolle in der Ingolstädter Straße hielten Polizeibeamten am Sonntag einen BMW mit Münchner Kennzeichen auf, in dem drei Brüder im Alter von 23, 30 und 40 Jahren saßen. Als ein Beamter mit dem Fahrer sprechen wollte, stieg der 40-jährige Mitfahrer aus, ging auf den Polizisten zu und schlug unvermittelt mit der rechten flachen Hand gegen den Kopf des Beamten. Der Polizeibeamte wurde an der linken Wange getroffen. Sofort kamen drei weitere Beamte hinzu und brachten den Mann zu Boden. Dabei leistete der 40-Jährige massiven Widerstand, indem er sich sperrte und mit den Füßen um sich trat. Schließlich musste der Randalierer von den Beamten an den Händen gefesselt werden.

Die beiden Brüder des 40-Jährigen mischten sich daraufhin ein und gingen ebenfalls gegen die Beamten vor. Die drei Männer wurden schließlich auf die Polizeiinspektion gebracht. Dort behauptete der 40-Jährige, dass er in seinem Geldbeutel mehrere tausend Euro hatte, die ihm jetzt fehlten. Im Geldbeutel des 40-Jährigen waren zu dem Zeitpunkt zehn Euro. Er beteuerte immer wieder, dass das Geld vor der Kontrolle vorhanden gewesen wäre.

Daraufhin wurde vom Dienstgruppenleiter der ranghöchste Beamte des Polizeipräsidiums München (HVD) verständigt und die mitgeführten Gegenstände, die Waffenfächer sowie die benutzten Dienstfahrzeuge der beteiligten Beamten mit deren Einverständnis durchsucht. Der Geldbetrag konnte jedoch nicht aufgefunden werden.

Gegen die drei Beschuldigten wird unter anderem wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Sie wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

Rubriklistenbild: © dpa

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