Mit Wärmebildkamera

Bundespolizei ertappt Kupferkabeldiebe

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Im Wald fanden die Beamten zur Abisolierung vorbereitete Kupferkabel.

München - Den Beamten der Bundespolizei sind drei Kupferkabeldiebe ins Netz gegangen. Die Beamten hatten die Täter mittels Wärmebildkamera aufgespürt.

Bereits am Sonntagmorgen konnte die Bundespolizei in München-Pasing drei Männer aus Rumänien festnehmen, die sie beim Zerlegen von Buntmetall erwischt hatte. Schon seit längerer Zeit waren im Bereich des DB-Betriebsbahnhofes Pasing West mehrere Lager festgestellt worden, an denen bisher unbekannte Täter immer wieder systematisch Kupferkabel der DB AG abisoliert und transportfähig gemacht hatten.

Von diesen Kabelrollen der DB, die für Baumaßnahmen am Bahnhof Pasing lagerten, hatten die Buntmetalldiebe die Kabelstücke abgeschnitten.

Wie die Polizei erst jetzt mitteilt, hatte eine Zivilstreife der Bundespolizei kurz nach Mitternacht, in Pasing mittels Wärmebildgerät drei Personen im Visier, die an abgestellten Kabelrollen hantierten. Die drei Personen bewegten sich in einem Waldstück und pendelten zwischen zwei Stellen im Wald hin und her. Die Bundespolizisten schlossen daraus, dass die drei Personen Sortier- und Vorbereitungshandlungen zum späteren Abisolieren vornahmen.

Um 0.30 Uhr wurde Verstärkung angefordert - inklusive Spürhund und einem Hubschrauber der Fliegerstaffel Oberschleißheim. Gegen 0.50 Uhr konnte die Hubschrauberbesatzung die drei Männer mittels Wärmebildgerät bei der Tat aufnehmen. Anschließend erfolgte vom Boden aus der Zugriff.

Mitten in einem Waldstück hatten die Täter die zur Abisolierung vorbereiten Kupferkabel gelagert.

Den Beamten gelang es alle drei Persinen festzunehmen, obwohl die Männer aus Rumänien im Alter von  27, 28 und 29 Jahren, versuchten zu flüchten. Bei der späteren Spurensicherung im Waldstück wurden am Lager mehrere hundert Meter abgetrennter Kabelstücke gefunden. Zudem wurde am Tatort eine Tasche mit tattypischen Utensilien, wie Schutzhandschuhen, Cuttermessern und Ersatzklingen aufgefunden.

Jetzt gilt es für die Bundespolizei den drei Männern die Tat mittels DNA-Analyse und Spurenauswertung gerichtsverwertbar nachzuweisen. Dabei sollen auch Aussagen von Zeugen helfen, die aufmerksam Veränderungen am Tatort feststellten.

Zur Schadenshöhe können noch keine detaillierten Angaben gemacht werden. Es wurden rund 80 abisolierte Kabelstücke von etwa 3,70 Meter Länge und etwa 1 cm Dicke aufgefunden. Der aktuelle Kilogrammpreis für isolierte Kupferkabel beträgt derzeit 1,50 Euro, für abisoliertes Kabel gibt es bis zu 4 Euro. Laut DB AG beziffert sich die Schadenshöhe an zurückliegend festgestellten Buntmetalldiebstählen auf bis zu 25.000 Euro. Die Kupferkabel entstammen einem Bauvorhaben der DB AG und waren in der Nähe des Fahrdienstleiters Pasing West zum Abtransport gelagert.

mm

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