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Oktoberfest-Kopie: Bayerischer Prinz unterstützt die umstrittene Dubai-Wiesn - er will auch Bier liefern

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Von: Helena Grillenberger

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Prinz Luitpold von Bayern.
Die Veranstalter setzen jetzt ihre Hoffnung den Wittelsbacher Prinzen. © Steffi Adam/imago

Drei Millionen Euro kostete die umstrittene Dubai-Wiesn bereits jetzt, ohne, dass sie bisher eine Zusage hätte. Jetzt soll Prinz Luitpold von Bayern helfen, er würde auch Bier liefern.

München - Vor 14 Monaten begannen die Planungen für die Dubai-Wiesn. Eigentlich war die Wüsten-Version des Oktoberfests für Januar dieses Jahres angesetzt gewesen. Doch die Macher warten noch immer auf eine Zusage. Nach dem Streit wegen der Markenrechte mit München halten die Veranstalter trotzdem an ihrem Konzept fest.

Jetzt setzen Charles Blume und Dirk Ippen ihre Hoffnung in Prinz Luitpold von Bayern. Der Königs-Urenkel aus Kaltenberg soll helfen, „die Dubai-Tourismus-Behörde zu überzeugen, uns eine Genehmigung zu erteilen“, so Blume gegenüber der Bild. Ein neuer Termin steht allerdings noch nicht fest. Und auch die Seite für das geplante Fest, oktoberfest-dubai.com, gibt momentan keine Informationen her. „Wir aktualisieren unsere Seite und sind bald wieder für Sie da“, ist dort nur zu lesen. Der Prinz aus Bayern will trotzdem helfen.

Dubai-Wiesn: Drei Millionen Euro für die Planung

Der 70-jährige Wittelsbacher Prinz stehe „für Tradition und Qualität. Er hat Feingefühl, Visionen und eine eigene Biermarke“, so Blume weiter. Der Prinz, Chef der Kaltenberger Schlossbrauerei, sei auch bereit, sein eigenes Bier zu liefern. Zur Bild sagt der Urenkel des letzten bayerischen Königs: „Es ist eine sportliche Herausforderung für die Promoter. Ich bin bereit, ihnen bei der Beschaffung der Genehmigung zu helfen.“

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Vor Ort wolle er sich aber nur einbringen, wenn Finanzierung und authentische Produkte sichergestellt seien, so der Prinz. Und sein Bier liefere er auch nur, „wenn ich für diesen Bereich das gestalterische Sagen hätte. Und das Konzept für den arabischen Kulturkreis akzeptabel ist. Sonst ist das nicht machbar.“

Oktoberfest in Dubai 2022: Start wurde bereits verschoben

Denn der Starttermin war schon einmal verschoben worden: Die Veranstalter hatten keine Genehmigung für Oktober 2021 erhalten - das lag vor allem am Bierkonsum. Auch die Bierlieferung des Prinzen dürfte den Veranstaltern gelegen kommen: Denn bei den ersten Planungen hatte sich noch keine Münchner Brauerei beteiligen wollen.

Die Mithilfe des Prinzen soll nun dazu beitragen, eine Genehmigung für das mehrfach überarbeitete Konzept der Dubai-Wiesn zu erhalten - momentan geplant als ein Fest zur Völkerverständigung. „Das Warten, das Ungewisse, das ist sehr belastend“, so Blume zu Bild. Drei Millionen Euro hätten sie bereits in die Planung investiert. (hgr)

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