Mächtig Alkohol im Spiel

Vier Schlägereien: Münchner Polizei im Dauereinsatz

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München - Gleich vier verschiedene Schlägereien beschäftigten die Bundespolizei in München allein am Pfingstsamstag. In allen Fällen scheint Alkohol im Spiel gewesen zu sein.

In der Nacht auf Pfingstsonntag hatte die Bundespolizei in München alle Hände voll zu tun. Drei verschiedene Schlägereien sorgten allein am Hauptbahnhof für Einsätze. Und auch am Ostbahnhof kam es zu einer handfesten Auseinandersetzung. Dort wollte um 22:45 Uhr ein 18-Jähriger einen 49-jährigen Münchner aus unbekannten Gründen umarmen. Als der 49-Jährige dies mit den Worten „Lass das!“ ablehnte, schlug der junge Mann ihm den Polizeiangaben zufolge ohne Vorwarnung mit der rechten Faust gegen den Kopf und traf dabei die linke Stirn. Als der Angreifer flüchtete, konnte er von einer Streife der Bundespolizei gestellt werden. Wie sich herausstellte, hatte der Täter 1,54 Promille Alkohol im Blut. Nun wird gegen ihn wegen Körperverletzung ermittelt.

Zum Hauptbahnhof wurden die Beamten das erste Mal um 00.50 Uhr wegen eines Streits zwischen zwei Jugendlichen in der S2 gerufen. Kurz vor der Haltestelle am Hauptbahnhof zogen sich eine 16-Jährige aus Dachau und eine 17-jährige Münchnerin den Angaben zufolge an den Haaren. Ein 24-jähriger Münchner, der in Laim zugestiegen war zog die 16-Jährige von der Kontrahentin weg und soll sie dabei gewürgt haben. Laut Polizeibericht kratzte die Dachauerin den Mann daraufhin im Gesicht. Bei allen drei Beteiligten wurden Alkoholwerte von 1,25 bis 1,90 Promille gemessen. Nun wird gegen sie wegen Körperverletzung ermittelt.

Der zweite Einsatz am Hauptbahnhof folgte für die Bundespolizei um 02:10 Uhr, als ein 24-Jähriger eine Glasflasche nach zwei Bahn-Mitarbeitern (33 und 61) warf. Nachdem er die beiden verfehlte, versuchte der Angreifer einem dritten Bahnangestellten (54) vergeblich mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Die inzwischen alarmierte Polizeistreife nahm den jungen Mann daraufhin gefesselt mit zur Dienststelle. Dort schlug er den Polizeiangaben zufolge mit dem Kopf gegen die Zellenwand und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Einen Alkoholtest verweigerte der 24-Jährige. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Um 05:55 Uhr wurde die Bundespolizei schließlich ein drittes Mal zum Hauptbahnhof gerufen, als eine Gruppe von drei Penzbergern mit zwei Männern aus dem Allgäu aneinander gerieten. Ein 28-Jähriger aus Nesselwang rammte ersten Ermittlungen zufolge grundlos einen 23-jährigen Penzberger. Als dieser zu Boden ging, stieß ihm der Nesselwanger mehrfach mit dem Fuß gegen den Kopf. Die beiden anderen Penzberger (jeweils 20 Jahre alt) kamen ihrem Freund zur Hilfe und versuchten den Angreifen zurückzuziehen. Inzwischen bekam auch der Angreifer Unterstützung von seinem 31 Jahre alten Begleiter aus Kempten, der auf die Penzberger einschlug. Bei allen Beteiligten wurden Alkoholwerte von 1,4 bis 2,2 Promille festgestellt. Beide Allgäuer erwartet laut Polizei nun eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Der 23-Jährige Penzberger wurde vom Rettungsdienst vor Ort versorgt. Er klagte den Angaben zufolge über Kopfschmerzen und Schwindelgefühl, wollte aber nicht ins Krankenhaus.

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