Drei Stunden Verspätungen

Stammstrecke: Es war ein Luftballon

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Nix geht mehr… Die Fahrgäste warten am Marienplatz vergebens auf die S-Bahn – und schuld am ganzen Durcheinander ist ein Luftballon.

München - Bei einem Nena-Konzert braucht’s zum Chaos und zur tobenden Menschenmenge die berühmten 99 Luftballons. In München reichte dafür am Samstag sogar nur ein einziger.

Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei, mehr als drei Stunden Ausfälle auf der Stammstrecke, massive Verspätungen und jede Menge verärgerte Fahrgäste. Und der Übeltäter– ein Luftballon.

Aber von vorne: Am Samstag gegen 16.30 Uhr flog an der S-Bahn-Haltestelle am Marienplatz ein harmloser Luftballon versehentlich seinem unbekannten Besitzer davon. Die Reise endete ausgerechnet in der Oberleitung der S-Bahn. Dort platze der kleine Ballon. Mit dieser Verpuffung verursachte der rote Überflieger einen Kurzschluss und löste mit dem Funkenflug einen Feueralarm aus. Die Folge: Der S-Bahn- Verkehr kam auf der Stammstrecke zwischen Pasing und Ostbahnhof über drei Stunden lang beinahe zum vollständigen Erliegen, ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte an. Dass nur ein Luftballon das Tohuwabohu veranstaltet hat, ahnte da noch niemand.

Und so kam die Polizei zum „Tatort“, um im Falle einer Brandstiftung die ersten Ermittlungen aufzunehmen. Während an allen Stationen der Stammstrecke die Fahrgäste warteten, suchte die Feuerwehr das Dämmmaterial ab. Wenn es dort geschwelt hätte, hätte im schlimmsten Fall ein Großbrand ausbrechen können.

Zu diesem Zeitpunkt warteten die Fahrgäste schon mindestens 30 Minuten auf ihre Bahn… Um die Fahrgäste nicht mit wechselnden Begründungen für den Totalausfall zu verunsichern, wurden die Lautsprecherdurchsagen nicht so häufig wie gewohnt wiederholt.

Eine Bahnsprecherin vermutet außerdem, dass nicht alle Durchsagen gehört wurden, weil manch Wartender seinem Ärger lautstark Luft machte. Bis die Aktion komplett beendet war und die S-Bahnen auf der Stammstrecke wieder annährend normal fuhren, dauerte es bis nach 20 Uhr.

RJL

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