Dreieck Feldmoching: Steaks auf der Autobahn

München - Ein mit Fleisch beladener 40-Tonner ist auf der Überleitung A92/A99 in Fahrtrichtung Salzburg umgekippt. Der Fahrer war mit seinem Lkw wohl zu schnell unterwegs. 

Der Fahrer des Sattel­zuges aus Schweden hatte Schwein geladen. Aber leider nicht wirklich gehabt… Denn mitten in der Nacht auf Mittwoch verlor der Fahrer seine Ware. Gegen 0.45 Uhr gab’s Schnitzel, Steaks, Kotelett und Halsgrat satt auf der Autobahn.

Und so kam es zu einer riesengroßen Sauerei: Direkt auf der Überleitung von der Bundesautobahn A 92 auf die A 99 in Richtung Salzburg geriet der kroatische Fahrer des schwer beladenen Lkw von der Fahrbahn ab. Grund: Der 38-jährige Mann war mit seinen 20 Tonnen (!) Schwein an Bord mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Folge: Der Sattelschlepper kippte in der Rechtskurve um – und kam auch noch auf der Fahrerseite zum Liegen. Nachdem es die Schweinehälften im Auflieger tüchtig durcheinandergeschüttelt hatte, verteilten sich etliche von ihnen großzügig auf der Autobahn.

Viel Arbeit also für die Freiwillige Feuerwehr Oberschleißheim, das Technische Hilfswerk und die Bergefirma Kilian, die das Fleisch einsammeln und auf einen Container umladen mussten. Und wer mit dem Auto spätnachts oder frühmorgens unterwegs war, wird wohl ohne Hintersinn das Wort „Sauerei!“ geflucht haben: Denn die Überleitung musste von der Autobahnmeisterei München-West bis in die frühen Morgenstunden wegen der Bergung des Lkw komplett gesperrt werden. Der Sachschaden wird auf rund 62 000 Euro beziffert.

Der 38-jährige Fahrer hatte Glück im Unglück – der Unfall hätte für ihn auch schlimmer enden können. Er kam mit Schnittverletzung und Verdacht auf Schlüsselbeinbruch in ein Münchner Krankenhaus.

M.B.

A 92: Fleischlaster stürzt um

Rubriklistenbild: © Thomas Gaulke

Auch interessant

Meistgelesen

Neue Großmarkthalle wird 40 Millionen teurer
Neue Großmarkthalle wird 40 Millionen teurer
Bewährung für Todes-Schubser, Haft für Maxvorstadt-Schützen
Bewährung für Todes-Schubser, Haft für Maxvorstadt-Schützen
Reiter und Herrmann verteidigen zweite Stammstrecke gegen 650 Gegner
Reiter und Herrmann verteidigen zweite Stammstrecke gegen 650 Gegner
An die ignoranten Münchner, die ihre Hunde frei laufen lassen
An die ignoranten Münchner, die ihre Hunde frei laufen lassen

Kommentare