Golf-Profi rast mit 182 km/h in Radar!

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Der schwedische Golf-Profi Joel Sjöholm

München - Der schwedische Golf-Profi Joel Sjöholm hat die Münchner Polizei in Erstaunen versetzt: Während der BMW Open raste er mit 182 Sachen durch den Radarstrahl der Polizei!

Die BMW Open sind eines der beliebtesten Turniere bei Profi­golfern aus der ganzen Welt. In München fühlen sie sich besonders gut umsorgt, nicht zuletzt wegen des sportlichen Fuhrparks des Hauptsponsors. Auch Joel Sjöholm ließ es sich nicht nehmen, mal mit einem 555 PS starken BMW X6 rumzukurven. Dabei schwang der 26 Jahre alte Schwede ein allzu heißes Eisen: Auf der Effnerstraße, wo höchstens 60 Stundenkilometer erlaubt sind, raste Sjöholm mit 182 Sachen durch den Radarstrahl der Polizei!

Am Donnerstag begann auf dem Golfplatz Eichenried das Turnier. Den ersten Tag beendete Joel Sjöholm nur im Mittelfeld, auf Platz 73. Vielleicht war er noch etwas aufgewühlt von seinem Erlebnis am Vorabend…

Gegen 18.50 Uhr am Mittwoch fährt der gebürtige Chilene, der als Baby von einem schwedischen Paar adoptiert wurde, in Oberföhring stadtauswärts. Ein Tick aufs Gaspedal, schon prescht das SUV-Coupé über die zweispurige Straße. Der X6 kann trotz seines Gewichts von mehr als zwei Tonnen in weniger als fünf Sekunden von 0 auf 100 beschleunigen. Die Beamten der Verkehrspolizei staunen beim Blick auf ihre Laserpistole. Auch nach Abzug der Messtoleranz bleibt ­eine Geschwindigkeits-Überschreitung von 116 Stundenkilometern übrig! Joel Sjöholm wird aus dem Verkehr gezogen und angezeigt. Da der Göteborger in Deutschland keinen Wohnsitz hat, muss er eine Sicherheitsleistung zahlen, danach kann er weiterfahren.

Wie hoch dieser Geldbetrag war, konnte die Polizei am Freitag nicht beziffern. Sicher ist: Sjöholm muss ein Bußgeld von 600 Euro zahlen und bekommt drei Monate Fahrverbot in Deutschland. In der Weltrangliste rangiert der schwedische Schwergewichtsgolfer (178 cm, 95 Kilo) zurzeit auf Platz 243, in der Münchner Raserstatistik liegt er ganz weit vorne.

Die Turnierleitung bestätigte, dass die Spieler Autos probefahren dürfen, verschiedene BMW-Modelle. Nähere Angaben wollte die Sprecherin nicht machen, auch nicht zu Sjöholms Irrsinnsfahrt.

Sjöholms gab sich gegenüber der tz reumütig. „Ich bin normalerweise kein schneller Fahrer. Ich möchte mich für mein falsches Verhalten entschuldigen. Ich bedauere, dass ich das Turnier, meine Mitspieler und BMW in ein schlechtes Licht gestellt habe. BMW stellt doch die besten Autos der Welt her.“

Der Sieger des Turniers in Eichenried bekommt 333 330 Euro – genug für drei BMW X6 M. Oder vielleicht gewinnt Sjöholm, der einen Bullterrier sein Haustier nennt, ja den „Hole-in-One-Award“: Wer an einem bestimmten Loch nur einen Schlag braucht, darf einen BMW 650i SE Cabrio mitnehmen…

Ingo Wilhelm

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