Gibt’s denn gar keine Ganovenehre mehr?

Dreiste Diebe nehmen Unicef-Dose mit

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Ratlos: Ulrike Muhar und Norbert Zimmermann in ihrem Reisebüro

München - Ulrike Muhar kann’s nicht fassen: Ein dreister Dieb hat aus ihrem kleinen Reisebüro in der Kapuzinerstraße eine Unicef-Spenden-Dose gestohlen!

Es war vor gut vier Wochen als die Kauffrau, bei der tz anrief. Beeindruckt von den Berichten über die Situation der Kinder im Senegal, wollte sie sich unbedingt auch an der tz-Spendenaktion beteiligen. Und Unicef-Reporter Wolfgang de Ponte brachte natürlich gern eine Spendendose vorbei. Die wurde – mit einem Poster von der Aktion – gleich in der Nähe des Eingangs postiert. „Ich dachte mir das passt“, so Ulrike Muhar, „weil bei uns öfter Leute vorbeischauen, die eine Kopie brauchen oder ein Paket abholen und die sich dann mit einer Spende bedanken.“ So kam einiges zusammen in den vergangenen Wochen. Aber die 64-Jährige und ihr Partner Norbert Zimmermann nahmen die Dose auch mal zum Kegelabend mit, um auch dort um Spenden für die Kinder im Senegal zu bitten. Und jetzt ist das Geld weg! „Ich bin manchmal kurz im Nebenraum, das muss der Täter wohl genutzt haben!“, vermutet Muhar.

Wann das genau gewesen sein könnte, lässt sich schwer sagen, denn der Diebstahl ist der Kauffrau und ihrem Partner zuerst gar nicht aufgefallen: „Jeder von uns dachte, die Dose steht vielleicht gerade woanders“, so Muhar.

Es ist leider nicht die erste schlechte Erfahrung der Geschäftsleute. „Vor ein paar Jahren wurden uns einmal 5000 Euro aus einer Schublade geklaut. Damit hatte ein Kunde seine Reise bezahlt“, erinnert sich Erika Muhar. „Das war schlimm. In der Spendendoese war natürlich nicht so viel – aber eigentlich ist das noch schlimmer.“

tz

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