D.R.I. im 59:1: Die Konzertkritik

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München - Das kleine 59:1 mausert sich immer mehr zum Münchner Hotspot für Kultacts aus den metallisch glorreichen 80er Jahren. Jetzt spielten dort D.R.I. - die Konzertkritik.

Death Angel und King’s X ließen im 59:1 schon die Kuh fliegen, am Dienstag gaben sich die Crossover-(Mit)erfinder „D.R.I.“ die Ehre in der Sonnenstraße 27.

Dirty Rotten Imbeciles, dreckig verkommene Schwachköpfe – unter diesem Banner zieht die texanisch-kalifornische Bande um Frontman (und T-Shirt-Verkäufer) Kurt Brecht seit 1982 durch die Lande. Und wer’s böse meint mit den Hardcore-Haudegen, der kommt bei der Umschreibung ihres musikalischen Repertoires auf ungefähr zwei Songs, die sie in geschätzt 450 Versionen darbieten, gerne auch mal drei Dutzend an einem Abend, wie dieses Mal im 59:1 - selten hat der Klub-Name besser zu einer Band gepasst. Aber warum soll man es böse meinen mit D.R.I.? Hier geht es um Spaß, ums Kopf- und Bierwippen – und für die Tobsüchtigen ums Pogen und Stagediven. Was da abging am Mittwoch, das fiel schon unter die Rubrik Extremsport; Selbst Gitarren-Urgestein Spike Cassidy zog bei manchen gewagten Sprüngen besorgt die Augenbrauen hoch. Geht’s noch wilder?

Gut möglich. Am 2. Oktober kommen die nicht minder legendären D.R.I.-Spezln „Gang Green“ (Older Budweiser, you know...) ins 59 to 1. Der Verbandskasten ist gepackt...

Ludwig Krammer

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