Alt-Ministerpräsident bei Kundgebung in Freising

Dritte Startbahn: Jetzt soll Stoiber helfen

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Am 17. September kommt Edmund Stoiber zu einer Großkundgebung ins Festzelt in den Luitpoldanlagen, in dem bis zu 6000 Zuhörer Platz finden.

München - Erst vorvergangene Woche geriet ein Besuch des amtierenden Ministerpräsidenten Günther Beckstein in Freising zum Desaster.

Über 1000 Gegner der geplanten dritten Startbahn am benachbarten Flughafen pfiffen den Franken bei seiner Wahlkampfrede am Freisinger Marienplatz gnadenlos aus.

Jetzt soll Becksteins Vorgänger als Ministerpräsident nochmal versuchen, das Freisinger Wahlvolk von der wirtschaftlichen Notwendigkeit des Verkehrsprojektes für den gesamten Freistaat zu überzeugen. Am 17. September kommt Edmund Stoiber zu einer Großkundgebung ins Festzelt in den Luitpoldanlagen, in dem bis zu 6000 Zuhörer Platz finden.

Der Freisinger CSU-Landtagskandidat Florian Herrmann, selbst erklärter Gegner der dritten Startbahn, hofft freilich, dass das umstrittene Projekt nur ein Nebenthema wird: „Herr Stoiber soll darüber sprechen, warum es nur mit der CSU in Bayern weiter voran gehen kann“, sagt er der tz. Doch Herrmann weiß auch: „Natürlich wird er auch zur Startbahn Stellung beziehen.“ So ein Fiasko wie bei Beckstein soll sich im Bierzelt allerdings nicht wiederholen. Herrmann: „Es wird eine Einlasskontrolle geben. Wir werden nicht zulassen, dass die Veranstaltung gesprengt wird und man die Redner nicht sprechen lässt.“ Transparente oder Trillerpfeifen sind unerwünscht. Herrmann: „Eine Gesinnungskontrolle wird es allerdings nicht geben, Jeder ist zu der Kundgebung eingeladen.“Ob das mit der störungsfreien Kundgebung klappt, darf dahin gestellt werden unklar. Hartmut Binner, Sprecher des Aktionsbündnis gegen die Startbahn (AufgeMUCkt), erklärt schon mal zweideutig: „Wir werden Stoiber gebührend empfangen.“ Was die Startbahn-Gegner planen, verrät Binner allerdings noch nicht.

Immerhin verlief der zweite Besuch von Ministerpräsident Beckstein in Freising am vergangenen Mittwoch ohne Zwischenfälle. Der Regierungschef besuchte das Deula-Berufsbildungszentrum und informierte sich dort über die Aus- und Weiterbildung von Auszubildenden im Garten- und Landschaftsbau.

Quelle: tz

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