"Geht’s denn gar nicht anders?"

Drogen-Dealer: Müssen sie jetzt in den Knast?

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Mathias H. (29, l.) und Peter S. (47) gaben zu, Kokain verkauft zu haben.

München - „Geht’s denn gar nicht anders?“, begrüßt Richter Anton Winkler den Angeklagten Peter S. (47). Der ist mehrfach verurteilter Straftäter, am Freitag stand er wieder vor dem Landgericht.

Vorwurf diesmal: gemeinschaftlicher Drogenbesitz und -handel. Gemeinsam mit Mathias H. (29) lebte er im Männerwohnheim an der Implerstraße. Dort verkauften sie seit Dezember 2013 mehrfach Kokain: S. warb die Kunden, H. übergab die Ware – und soll dazu auch ein Messer eingesetzt haben. Das bestreitet er vehement, das Dealen hingegen nicht.

Es sind zwei Typen wie aus einem schlechten Film. Peter S. (47) ist Zuhälter – so wie sein Vater früher. Die Mutter war Prostituierte, er heiratete selbst eine. Aus dem katholischen Internat flog er als Bub, weil er eine Nonne verprügelte. Matthias H. wurde vom Vater in einer Bar ausgesetzt, da war er drei – danach durchlief er acht Pflegefamilien.

Urteil: 3 Jahre, 6 Monate für Peter S. und 1 Jahr, 8 Monate Bewährung für seinen Komplizen.

A. Thieme

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