Drogen-Lager ausgehoben

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Kriminaloberrat Aumüller zeigt die Drogen.

München - Eine Wohnung im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Kolumbusstraße (Giesing) war das Zentrum eines Extrem-Dealers, der nicht nur die Homosexuellen-Szene mit allen nur denkbaren Drogen versorgte, sondern sich auch selbst als Escort-Boy verdingte.

Der Tipp kam aus der Szene. Nach Schilderung von Kriminaloberrat Armin Aumüller wurde die Wohnung des gebürtigen Österreichers (44) am 25. Mai zunächst observiert. Der schlagartige Zugriff durch das Sondereinsatzkommando verzögerte sich, weil ständig neue Kundschaft dazwischenkam. Die Wohnung war ein einziges Drogenlager. Schätzwert: Mindestens 40 000 Euro.

Der 44-Jährige nämlich verkaufte alles, „was blöd machen kann“. Im Gefrierfach, im Schreibtisch, im Wohnzimmer, in Kaugummi-Dosen – überall wurde die Polizei fündig. Die Liste der Drogenfunde: Zwei Kanister mit der Vergewaltigungsdroge GBL/GHB (macht gefügig, löscht die Erinnerung), 162 Ecstasy-Tabletten, ein Pfund Marihuana, 650 Gramm Speed, 47 Fläschchen mit der Sexdroge Poppers sowie LSD, das Narkosemittel Ketamin und die Teufelsdroge Chrystal Meth, die in kürzester Zeit abhängig und todkrank macht. Sie macht Aumüller große Sorgen: „Schon sechs Millionen Menschen weltweit sind davon abhängig.“

Dorita Plange

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