Drogen-Razzia: Hier sprang der Dealer raus

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Aus dem Fenster (Kreis) im 2. Stock dieses Hauses an der Volkartstraße sprang einer der verdächtigen Drogendealer.

München - Bei einer Drogen-Razzia in Neuhausen erlebte die Polizei eine faustdicke Überraschung. Einer der Drogendealer suchte das Weite und sprang aus dem zweiten Stock sieben Meter in die Tiefe.

Eine Feinbäckerei, ein kleiner Blumenladen, eine Kunstgalerie – zwischen der Nymphenburger- und der Frundsbergstraße ist die Volkartstraße ein wahres Idyll. Stattliche Altbauten säumen hier die Straße, kleine Restaurants laden zum Genießen ein. Am vergangenen Freitag glaubten die Anwohner jedoch, in einem Action-Film zu sein. Kurz vor 16 Uhr warteten unauffällig zivile Drogenfahnder hier am Straßenrand. Sie observierten einen Mann, der mit einem Koffer in der Hand in ein Wohnhaus ging. Minuten später kam er wieder – ohne Koffer. Zugriff! Die Fahnder durchsuchten den Mann. Er hatte mehr als 40 000 Euro in der Hosentasche. Daraufhin stürmten die Beamten sofort das Wohnhaus. Drogenrazzia am hellichten Tag – mitten in Neuhausen.

Die Polizisten hatten eine Wohnung im zweiten Stock des Altbaus im Visier. Sie drangen in die Räume ein. Hier stießen sie auf vier Afrikaner. drei Männer, eine Frau. Einer der Männer wollte flüchten. Er riss das Fenster auf – und sprang sieben Meter in die Tiefe.

„Es war unglaublich“, erzählt der Wirt eines italienischen Restaurants von nebenan. „Der Mann stand wieder auf, versuchte wegzurennen. Obwohl sein Bein total verdreht war“. Der Mann hatte keine Chance, Polizisten hatten auch den Hinterhof abgeriegelt. Sie nahmen ihn fest – und sammelten mehrere Päckchen aus Alufolie ein, die der Afrikaner beim Sprung aus dem Fenster verloren hatte.

Insgesamt sollen nach BR-Informationen bei der Razzia weitere 10000 Euro Bargeld sowie 15 Kilo Haschisch sichergestellt worden sein – sowie. Die hatte der Mann mit dem Koffer zuvor geliefert. Alle fünf Verdächtige wurden festgenommen. Der Verletzte wurde gefesselt ins Krankenhaus gebracht. Er hatte sich beide Beine gebrochen. Die Drogenfahnder müssen die ganze Wohnung auseinander genommen haben. „Es klang, als hätten sie irgendwelche Wände aufgeschlagen“, erzählt der italienische Wirt.

Die Polizei konnte zu den genauen Hintergründen nichts sagen. „Es wird ermittelt“, hieß es nur.

JAM

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