Drogen-Report: Große Mengen Kokain in der Isar

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„Wir haben in der Isar erhebliche Kokainmengen gefunden“, sagt der renommierte Nürnberger Professor Fritz Sörgel, der entsprechende Drogen-Tests in München durchgeführt hat. 

München - Seit gestern gibt’s die neuen EU-Schätzungen in Sachen Drogen - und sie verheißen nichts Gutes. Schockierend: In München wurden erhebliche Mengen an Kokain in der Isar gefunden. 

Professor Fritz Sörgel in seinem Labor.

Immer mehr synthetische Rauschmittel überfluten den Kontinent! Von klassischen Drogen wie Kokain soll zwar im Vergleich zum Vorjahr ungefähr gleich viel - mancherorts auch weniger - konsumiert worden sein. Allerdings: kein Grund zur Entwarnung. Konkret für München: Wissenschaftliche Analysen liefern Hinweise, dass nach wie vor jede Menge Kokain in Münchner Nasenlöchern landet. Der renommierte Nürnberger Professor Fritz Sörgel hat Tests in München durchgeführt.

Die Kokain-Akte:

Die Tests: Sörgels Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung hat Isarwasser untersucht - und eine Reihe von Proben, die bei Wisch-Tests genommen wurden (an öffentlich zugänglichen Orten). Die Proben wurden auf Kokain und Abbauprodukte untersucht.

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Die Ergebnisse: Sörgel: „Wir haben in der Isar erhebliche Kokainmengen gefunden.“ Zusammen mit den Wischtests ergibt sich die Schlussfolgerung: „Der Kokainkonsum hat in den vergangenen fünf Jahren auf jeden Fall zugenommen - ich schätze, um 20 bis 30 Prozent.“ Pro Jahr müssen ungefähr 200 Kilo Kokain durch den Münchner Drogenmarkt wandern.

Die Vergleiche: Innerbayerisch: München ist ein Kokain-Schwerpunkt, hier wird wohl deutlich mehr gekokst als zum Beispiel in Nürnberg oder Würzburg - laut Sörgels Analyse mehr als doppelt so viel. Im internationalen Vergleich ist München aber recht sauber. Sörgel: „Einige spanische und nordamerikanische Städte liegen um den Faktor fünf bis sechs höher.“

Uli Heichele

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