Ab Oktober

Stadt München findet deutliche Worte zur Dubai-Wiesn - Malle-Star will „zünftige Party der Superlative“

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Das Oktoberfest soll heuer in Dubai stattfinden.

Das Oktoberfest 2021 in München steht coronabedingt auf der Kippe. Dagegen gibt es Pläne für ein Oktoberfest in Dubai. Ein Malle-Star will dort auftreten.

Update vom 2. Mai, 9.32 Uhr: Die Wüsten-Wiesn sorgt für viel Aufsehen. Es soll konkrete Pläne für ein Oktoberfest in Dubai geben (siehe Erstmeldung). Die Stadt München positionierte sich bereits klar, auch in sozialen Medien gab es deutliche Reaktionen (siehe vorherige Updates). Einer, der den Plan dagegen positiv sieht, ist Lorenz Büffel. Der Ballermann-Star hat eine Anfrage für das Event bekommen.

„Grundlegend finde ich es großartig, dass es in der joblosen Zeit eine solche Anfrage gibt. Vor allem für die Gastronomen, die Fahrgeschäfte und für uns Künstler. Weil es momentan schwierig ist seinem Job nachzugehen“, erklärte er mit Blick auf die Corona-Pandemie gegenüber dem Express. Eine Konkurrenz für das Münchner Oktoberfest sei die Veranstaltung aber nicht: „Man kann dort eine zünftige Party der Superlative feiern. Der Vergleich München Dubai ist genauso schwierig wie Mallorca und Bulgarien. Das Original ist immer unersetzbar, Aber letztlich muss man froh sein über jede Anfrage, die reinkommt. O‘zapft is in Dubai? Ich hätte nichts dagegen.“

Dem Express sagte er dazu weiter: „Es geht nach über einem Jahr Berufsverbot darum: Kann ich meinen Job weitermachen oder nicht? Das ist eine essentielle Frage. Da geht es nicht darum: Ist es ok? Das kann man besprechen, aber es geht hier um Existenzen.“ Damit spielt er auf die andauernde Diskussion um Menschenrechte am Golf an. Aufgrund der Corona-Situation sieht Büffel die Lage pragmatisch: „Die Anfrage ist ganz frisch, es geht erst einmal nur um einen Job im großen Zelt. Das ist aus der Not geboren, solche Sachen entstehen immer schnell. Da sollten die Veranstalter sich jetzt in der Zeit noch auseinandersetzen mit den Missständen und vielleicht von den Einnahmen Sachen spenden, damit Missstände beseitigt werden können.“

„Dubai steht für Superlative. Spätestens nach ein paar Bier wird man denken, man sei in München. Letztendlich geht es aber, wie gesagt, um Jobs“, erklärt er gegenüber dem Express.

Bald bei 40 Grad in Lederhose? Jetzt äußert sich die Stadt München zur Dubai-Wiesn - mit deutlichen Worten

Update vom 30. April, 14.09 Uhr: Das Oktoberfest in Dubai? Die Stadt München hat sich jetzt zu den aufgekommenen Meldungen über eine Wüsten-Wiesn geäußert. Das Referat für Arbeit und Wirtschaft ließ dabei keinen Raum für Spekulationen frei.

München: Stadt stellt klar - Oktoberfest bleibt in München

„Das Oktoberfest ist ein Münchner Original und findet ausschließlich in München statt. Die jetzt bekannt gewordenen Pläne werden von den Veranstaltern des Events in Dubai weder im Auftrag noch mit Zustimmung der Landeshauptstadt München verfolgt.“

Update vom 30. April, 12.36 Uhr: Die Nachricht sorgte am Donnerstag für jede Menge Trubel. Das Oktoberfest heuer in Dubai? Für viele Menschen ein Unding. Zumindest lassen die Reaktionen in den sozialen Netzwerken darauf schließen. „Die Wiesn in Dubai? Wer da hinfliegt, hat jegliches Gefühl für Tradition und Kultur verloren“, schimpft etwa ein User. „Viel Spaß an alle, bei 40 Grad in Lederhose, na dann Prost“, schreibt ein anderer.

Oktoberfest in Dubai? Eindeutige Reaktionen in sozialen Netzwerken - „Was könnte besser zu Dubai passen?“

Für andere ist das Verlegen der Wiesn in andere Orte der Welt kein Problem, jedoch sieht der User einen Makel: „Die Wiesn gibt es ja überall, von Mexiko bis Japan. Aber die Bavaria nachbauen und bayerische Schausteller einfliegen lassen.. ich weiss ja nicht.“ Doch nicht alle sehen darin ein Problem. „Gerne könnt ihr die Wiesn für immer nach Dubai verfrachten“, meint ein weiterer User via Twitter. Dennoch sind die „positiven“ Meinungen über die Wüsten-Wiesn klar in der Unterzahl.

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Update vom 29. April, 18.04 Uhr: Noch ist es nicht offiziell bestätigt, aber die Pläne für die Wiesn in der Wüste sind weit vorangeschritten. Das Oktoberfest in Dubai soll zeitgleich mit der Expo-Weltausstellung im Herbst eröffnen - der ersten im arabischen Raum. Auf einer Fläche von 400.000 Quadratmetern sollen 620 Betriebe Platz finden, das teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.

Mit Superlativen will das Emirat die Besucher an den Golf locken. Mit Blick auf die Fläche und Dauer handle es sich schon jetzt um das „größte Volksfest der Welt“, heißt es auf einer Website zu dem Event. Am 7. Oktober soll es losgehen und am 31. März 2022 wird dann voraussichtlich wieder zugesperrt. Das arabische Oktoberfest will außerdem mit der längsten Biertheke, dem größten Maibaum sowie dem größten Bierglas der Welt knapp vier Millionen Besucher im Monat auf das Gelände locken.

Während in München das diesjährige Oktoberfest wegen der Corona-Pandemie auf der Kippe steht, sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten schon über die Hälfte der Bevölkerung geimpft. Außerdem wolle man mit den „neusten Hygiene-Konzepten und Sicherheits-Standards“ um die Besucher werben.

Wenig Hoffnung auf ein Oktoberfest 2021 in München

Erstmeldung vom 29. April, 12.11 Uhr: München - Vor gut einem Jahr verkündeten Münchens* OB Reiter und CSU-Chef Söder die bittere Nachricht. Wegen der Corona-Pandemie fiel das Oktoberfest ins Wasser. Was damals keine Überraschung war, enttäuschte viele Wiesn-Fans dann doch sehr. Die große Hoffnung damals: Im nächsten Jahr wird dafür doppelt gefeiert. Doch wie es scheint, macht das Coronavirus auch diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Zumindest ließen OB Reiter und der bayerische Ministerpräsident Söder in jüngsten Statements wenig Raum für hoffnungsvolle Interpretationen. Dennoch scheint es heuer ein Oktoberfest zu geben - in Dubai. Von originalen Fahrgeschäften, die sonst auf der Theresienwiese stehen und bayerischen Brauern soll alles dabei sein, was es sonst nur in München gibt. Unser brandneuer München-Newsletter* informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Oktoberfest in Dubai? Irre Pläne sollen Wiesn in Wüste verlegen

Wie die Bild berichtet, soll das Oktoberfest in Dubai am 7. Oktober beginnen und ein halbes Jahr lang andauern. Insgesamt 32 Zelte sind wohl geplant, von 12 bis 24 Uhr soll dann täglich gefeiert werden. Von Kosten in Höhe von rund 50 Millionen Euro ist die Rede. Geplant ist allem Anschein nach die ganz große Party. Für Stimmung in den Zelten sollen wohl Malle-Star Ikke Hüftftgold (44) und andere Party-Experten sorgen. Auch der Megapark und Bierkönig aus Mallorca sollen dem Bericht nach mit einbezogen werden, ebenso soll sich die Schickeria-Prominenz, die sonst im Käfer-Zelt zu sehen ist, die Ehre in Dubai geben. Promis wie Arnold Schwarzenegger, Giulia Siegel oder Lothar Matthäus wurden demnach bereits auf der Gästeliste eingeplant. Als wäre das nicht genug, soll auch die Bavaria-Statue samt Ruhmeshalle nachgebaut werden.

Münchner Oktoberfest in Dubai? Matthäus, Julia Siegel und Schwarzenegger wohl dabei

Neben Party-Zelten soll es dem Bericht nach auch Kirmes-Stimmung geben. Wie Bild weiter berichtet, sind 620 vornehmlich deutsche Schausteller für die Dubai-Wiesn eingeplant, darunter auch Brauereien und Wirte aus Bayern. Dem Bericht nach haben bereits über 250 Schausteller zugesagt. Doch was sagt eigentlich Clemens Baumgärtner (CSU) zu den Plänen? Der Münchner Wiesn-Chef ist wenig angetan von den Plänen. Im Gespräch mit Radio Arabella ließ der 44-jährige verlauten, dass er sehr skeptisch sei, ob die Dubai-Wesn in dieser Form auch wirklich stattfinden könne. „Es gibt die Wiesn nur in München“, so Baumgärtner. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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