Von Verbotszonen bis zu Reparatur

E-Scooter mischen München auf - diese Roller-Regeln sind zu beachten

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Auf die Roller, fertig, los: Die Gefährte werden das Stadtbild in München bereichern.

Jetzt sind sie also da: E-Roller dürfen durch München düsen. Diese Neuerung geht auch mit allerlei Regeln einher. Wir zeigen, was bei der Nutzung zu beachten ist.

Update 19. Juni, 11.04 Uhr: Die ersten sind bereits auf Münchens Straßen unterwegs. Seit dem Wochenende dürfen E-Roller durch die Straßen der Landeshauptstadt sausen. Auch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) will die innovative Fortbewegungsmethode fördern. Ab Juli ist ein Mietsystem für E-Scooter in der MVG-More-App integriert. 

E-Scooter mischen München auf - diese Roller-Regeln sind zu beachten

München - Revolution auf Rollen: Ab diesem Wochenende sind E-Scooter auf deutschen Straßen zugelassen. Doch wer die flotten Flitzer in München verleiht, muss Regeln beachten: Das KVR hat gemeinsam mit zwölf Verleihunternehmen in München eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung erarbeitet, um auf eine verkehrssichere Nutzung hinzuwirken. Ein Blick auf das Regelwerk lohnt sich - auch für Fahrer: Denn die Scooter dürfen nicht überall rollen. Die tz listet die wichtigsten Roller-Regeln auf.

Abstell- und Fahrverbotszonen

In einer Karte hat die Stadt Bereiche gekennzeichnet, in denen mit E-Rollern nach geltenden Vorschriften nicht gefahren werden darf (etwa in der Fußgängerzone, auf Friedhöfen oder in Parks). Ein Abstellverbot gibt es beispielsweise auf den Isar-Brücken. Der Anbieter stellt freiwillig sicher, dass seine Kunden sich an die Abstellverbote hält, technisch ist das beispielsweise durch Geofencing (englisch fence für Zaun) möglich - eine unsichtbare digitale Grenze, die bei Überquerung Geräte registriert und aufzeichnet. Das Stadt will die Karte fortlaufend weiterentwickeln.

Die Karte der Stadt führt Bereiche (rot) auf, in denen nicht mit E-Rollern gefahren werden darf, etwa in der Fußgängerzone und auf Friedhöfen.

Fahrzeugflotte

Jeder Anbieter begrenzt seine Fahrzeuge auf maximal 100 innerhalb des Altstadtrings. Innerhalb des Mittleren Rings können am Beginn eines Geschäftstages weitere maximal 1000 Fahrzeuge angeboten werden. Für das übrige Stadtgebiet gibt es keine Begrenzungen.

Umverteilung, Reparatur

Falsch abgestellte E-Roller (zum Beispiel den gesetzlichen Vorgaben widersprechend) werden vom Anbieter innerhalb von 24 Stunden umverteilt. Kaputte Scooter müssen sofort repariert oder entfernt werden.

Aufstell- und Abstell­standorte

Der Anbieter verpflichtet sich, maximal drei Fahrzeuge an einem Standort im Umkreis von 100 Metern aufzustellen. Die Roller dürfen nicht in Fußgängerzonen, in städtischen Grünanlagen, im Straßenbegleitgrün oder vor S- und U-Bahnabgängen sowie in Fahrrad-Abstellanlagen abgestellt werden.

Umgang mit Kunden

Der Anbieter informiert seine Kunden über die straßenverkehrsrechtlichen Regelungen und weist ihn technisch ein.

Daniela Schmitt 

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gilt als großer Fan der E-Roller. In Frankreich haben die Gefährte nicht nur Freunde gewonnen. Nicht nur die E-Roller sind neu - wir haben die wichtigsten Änderungen im Juni aufgelistet. Hierzulande könnte es zu einem richtigen Boom an E-Rollern kommen - wenn man einer Umfrage glaubt.

Das gilt in Bus und Bahn

Jetzt macht der Münchner Verkehrs- und Tarifverband (MVV) die Bahn für E-Roller frei! Künftig dürfen die motorisierten Roller kostenlos in allen Verkehrsmitteln der MVV mitgenommen werden - vorausgesetzt, sie sind zugeklappt, schreibt der Verband. Heißt, in S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bussen und auch in integrierten Regionalzügen reisen die Flitzer gratis mit. „Alles, was dazu beiträgt, klimafreundliche Mobilität zu vernetzen, unterstützen wir gerne“, sagte S-Bahn-Chef sagt Heiko Büttner.

stm

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Kommentare

Stefan R.
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Wie "passend", dass man das Foto ausgerechnet am Max-Joseph-Platz gemacht hat - mitten in einer FAHRVERBOTSZONE für die E-Scooter! Da hätte man wirklich etwas mehr Feingefühl bei der Auswahl der Location zeigen können.

W. Gajewi
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Noch mehr "Verkehrsfahrzeuge", die noch mehr Strom und Ressourcen verbrauchen... und das, während wir doch leichtsinnig immer mehr Stromerzeuger abschaffen wollen.
Wann erkennt man endlich diesen Irrsinn und handelt vernünftig.
Wenn wir neue sichere Stromquellen haben, dann und erst dann, können wir uns um Abschaltungen Gedanken machen.
Aber nur weg damit und "Wir finden schon etwas." macht Deutschland kaputt.

Nozomi07Antwort
(2)(0)

Mach ich auch schon: WO der Radweg zu gefährlich ist, fahre ich auf der Straße. Die Radwegepflicht gehört eh abgeschafft (gute Radwege benutzt jeder freiwillig).

Vielleicht erhöhen die Roller den Druck auf die Politik, mehr Raum für Radwege bereitzustellen? Spätestens jetzt muss man sich z.B. in der Rosenheimer Straße doch über Radwege Gedanken machen, Die Roller könnten also auch ihr Gutes haben.