Flaucherfranzl will ihnen an den Kragen

Schmeißt sie alle in die Isar! E-Scooter-Fahrer sollten sich jetzt warm anziehen

E-Scooter-Fahrer in München
+
An E-Scooter-Piloten lässt der Flaucherfranzl kein gutes Haar.

Die E-Scooter-Plage in München führt beim Flaucherfranzl zu reichlich Groll. Der tz.de-Kolumnist präsentiert einen rigorosen Vorschlag.

München - Sie fielen in München ein wie die Heuschrecken. Der Flaucherfranzl ist gemeinhin nicht als gottesfürchtiger Mensch bekannt. Aber er denkt sofort an biblische Plagen, wenn ein E-Scooter vor ihm auftaucht. Haben die oBikes nicht genug Leid über die gelobte Landeshauptstadt gebracht?

Leider stehen auf den Scootern keine Heuschrecken, sondern in drahtlose Kopfhörer stammelnde Unternehmensberater, die rücksichtslos zu einem „frühen Termin“ um 10.30 Uhr brettern. Oder Horden halbwüchsiger Capital-Bra-Hörer, die in einer Hand den Eistee-Tetrapack balancieren, während sie ihrer ehemaligen Grundschullehrerin die Vorfahrt nehmen.

E-Scooter-Plage in München: Und das soll die Mobilitätswende sein?

Und dann parken die Roller auch noch die Gehwege vor den Integrationskindergärten voll. Denkt denn keiner an die armen Lastenrad-Muttis, die gleich Lysander, Tyrion oder Cataleya (jüngst schimpfte der tz.de-Kolumnist über hirnrissige Kindernamen) abholen müssen?

Um eine E-Scooter-Fahrt vom Sendlinger Tor an die Marienklause finanzieren zu können, müsste der Flaucherfranzl einen halben Tag arbeiten. Und dann auch noch nüchtern sein. Wenn das die Mobilitätswende sein soll, so muss diese ohne ihn stattfinden. Möchte der Franzl mit 25 Sachen durch München sausen, mietet er sich einen Porsche und fährt durch die Spielstraße.

E-Scooter-Fahrer in die Isar schmeißen? Vielleicht bringt sie das auf klare Gedanken

Bei Begegnungen mit den Mietflitzern erwischt sich der tz.de-Kolumnist immer häufiger bei einem finsteren Gedanken: Schmeißt sie doch alle in die Isar! Die Fahrer wohlgemerkt, die Scooter bitte nicht.

Gerade hat das Wasser angenehme 13 Grad. Vielleicht bringt das die Piloten auf klare Gedanken. Wie heißt es doch in der Bibel: „Wasch meine Schuld von mir ab und mach mich rein von meiner Sünde.“

In unregelmäßigen Abständen beleuchtet tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl gesellschaftliche Entwicklungen in der Landeshauptstadt auf tz.de/muenchen.

Auch interessant

Kommentare