Fünf-Punkte-Appell der Einsatzkräfte

Mit zwei heftigen Beispielen: Münchner Polizei will E-Scooter-Fahrer aufrütteln - „Vielen offenbar nicht bewusst“

Erste Unfallzahlen f¸r E-Scooter
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Unfälle mit E-Scootern beschäftigen auch die Münchner Polizei immer wieder (Symbolbild).

Die Einsatzkräfte wollen aufrütteln, weil es in München immer wieder zu Unfällen mit E-Scootern kommt. Ein Fünf-Punkte-Appell der Polizei.

München - Es ist der Münchner Polizei* ein Anliegen, darauf hinzuweisen: Verkehrsunfälle mit E-Scooter-Beteiligung haben im Jahr 2021 im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr fast um das Dreifache (173 Prozent) zugenommen. Dabei wurden 101 Personen verletzt und insgesamt 573 alkoholisierte E-Scooter-Fahrer angehalten.

E-Scooter-Unfälle in München: Polizei nennt zwei heftige Beispiele

Zur Veranschaulichung nennt die Polizei zwei Beispiele aus München*. Am Mittag des 5. Juli war eine 18-jährige Münchnerin „in verbotswidriger Weise zusammen mit einer 17-jährigen Münchnerin“ mit einem E-Scooter auf der Tegernseer Landstraße unterwegs. Beim Überqueren der Straße verriss die Fahrerin den Lenker, nachdem sie sich wegen eines ausparkenden Fahrzeugs erschreckt hatte. Sie stürzte gemeinsam mit ihrer Mitfahrerin auf den Asphaltboden und wurde kurzzeitig bewusstlos. Mit Kopfverletzungen wurde die Teenagerin in ein Krankenhaus verbracht, ihre Freundin blieb unverletzt.

In einem anderen Fall (am Freitagabend des 9. Juli) fuhr eine 23-jährige Münchnerin auf der Müllerstraße stadteinwärts. Sie war mit ihrem E-Scooter hinter einer Trambahn unterwegs. „Dann scherte sie dann nach links aus, um in die Corneliusstraße abbiegen zu können. Dabei prallte sie nun gegen eine Trambahn, die ihr geradeaus entgegenkam“, schildert die Polizei in einer Pressemitteilung.

Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde die junge Frau gegen ein Auto geschleudert, das gerade halten musste. Die 23- Jährige wurde schwer verletzt und stationär durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

München: Polizei will E-Scooter-Fahrer aufrütteln - „Vielen Nutzern ist offenbar nicht bewusst ...“

Nun mahnt die Münchner Polizei eindringlich: „Vielen E-Scooter-Nutzern ist offenbar nicht bewusst, dass es sich bei den E-Scootern um keine Spiel- oder Sportgeräte, sondern um Kraftfahrzeuge handelt. Eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Es ist auch zu beachten, dass beim Fahren eines E-Scooters die gleichen Alkohol- und Drogengrenzwerte wie für Autofahrer gelten.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Der Fünf-Punkte-Appell der Einsatzkräfte:

  • Fahren Sie nur alleine auf dem E-Scooter!
  • Die Mitnahme von weiteren Personen ist nicht erlaubt.
  • Fahren Sie nicht auf dem Gehweg oder in der Fußgängerzone!
  • Nehmen Sie auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht und passen Sie erforderlichenfalls die Geschwindigkeit an!
  • Don´t drink and drive!

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