Virus nicht besiegt

Ebola: So rüstet sich München

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Oberarzt Dr. Wolfgang Guggemos probt den Ebola-Notfall.

München - Es ist ruhig geworden um Ebola, aber das Killer-Virus ist nicht besiegt – auch München rüstet sich für den Notfall!

„Ich halte es für wahrscheinlich, dass wir einen Patienten aufnehmen“, sagt der Infektiologie-Chef des Schwabinger Klinikums, Prof. Clemens Wendtner.

Die zwei Betten auf der Isolierstation der höchsten Schutzkategorie bleiben bayerischen Helfern vorbehalten, die sich infizieren. Das hätten Stadt, Freistaat und Robert-Koch-Institut abgestimmt, sagt Wendtner. Anders als bislang in Frankfurt, Hamburg und Leipzig würden also keine Helfer aus anderen Ländern aufgenommen. Im Dezember sei ein Patient abgelehnt worden.

Dass ein Rückkehrer oder Reisender aus Westafrika erkrankt, sei viel wahrscheinlicher als ein infizierter Flüchtling in der Bayernkaserne, berichtet Gesundheitsreferent Joachim Lorenz (Grüne) dem Stadtrat. Wegen der Inkubationszeit (drei Wochen) würden infizierte Flüchtlinge die Reise nur sehr selten überstehen können.

Das Klinikum Schwabing probt den Ernstfall seit Monaten: 100 Pfleger und 35 Ärzte stehen bereit. Zwei Mediziner haben bereits Erfahrung mit Ebola-Patienten in Westafrika und Frankfurt gesammelt.

Das Personal müsste aus anderen Stationen abgezogen werden. Kosten für die Klinik: 4,3 Millionen Euro pro Patient.

dac

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