EC-Karten aus Briefen geklaut: Betrüger geschnappt

München - Ein 29-Jähriger und seine Freundin haben in einem Arbeiterwohnheim Briefe geöffnet, EC-Karten und PIN-Nummern daraus geklaut und Geld abgehoben. Jetzt wurde den beiden das Handwerk gelegt.

Im Juli und August diesen Jahres haben drei indische Arbeitnehmer, die in einem Arbeiterwohnheim in Moosach untergebracht sind, unabhängig voneinander zum Überweisen ihrer Gehälter bei Münchner Banken Konten eröffnet und ECKarten mit PIN beantragt. Nach einigen Tagen wurden von den Banken die EC-Karten und PIN-Nummern per Post zugestellt. Von den Postboten wurden diese mangels Briefkästen im Hausgang auf einem Fensterbrett offen abgelegt.

Ein 29-jähriger rumänischer Mitbewohner des Arbeiterwohnheimes „kontrollierte“ regelmäßig die Post seiner Mitbewohner und fischte so die drei EC-Karten und auch die drei PIN-Briefe ab. Zusammen mit seiner 20-jährigen rumänischen Freundin hob er im Anschluss daran zu Lasten der drei indischen Arbeitnehmer insgesamt 4.000 Euro an verschiedenen Geldautomaten im Stadtgebiet ab.

Eingeleitete Ermittlungen bei den Banken und Nachfragen bei den Bewohnern des Arbeiterwohnheims führten letztlich zur Identifizierung des 29-jährigen Rumänen und seiner Freundin.

Beide waren jedoch in der Zwischenzeit aus dem Arbeiterwohnheim ausgezogen und nicht mehr greifbar. Da die Beiden jedoch Verbindungen zu Personen hatten, die im Wohnheim verblieben waren, konnte am Dienstag der tatverdächtige Rumäne festgenommen werden. Er wurde am Mittwoch dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt. Dieser erließ gegen ihn Haftbefehl. Gegen seine Freundin, die zwischenzeitlich im Landkreis Dachau wohnt, wird ein gesondertes Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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