Ehe-Aus, weil Mann bei Mama Pornos schaut

München - Zehn Jahre schon hat ein Münchner Ehepaar keinen Sex mehr. Die Ehefrau findet sich anscheinend damit ab, bis sie eines Tages hinter das intime Geheimnis ihres Mannes kommt.

Am Anfang war es Liebe. Am Ende bleibt oft nur noch Hass. 200 000 Ehen gehen in Deutschland Jahr für Jahr in die Brüche. In München scheitert fast jede zweite Ehe. Nicht selten an der „fehlenden gemeinsamen Zukunftsperspektive“ oder an einem Seitensprung. Manchmal sind’s aber fast aberwitzige Begebenheiten, die zum Ehe-Aus führen. Wir erzählen die verrücktesten Scheidungsfälle der Stadt.

Ehe-Aus, weil Mann bei Mama Pornos schaut

Zehn Jahre schon hat ein Münchner Ehepaar keinen Sex mehr. Die Ehefrau findet sich anscheinend damit ab, bis sie eines Tages hinter das intime Geheimnis ihres Mannes kommt.

Der 44-Jährige besucht nämlich oft und meist sehr lange seine Eltern – und zwar nicht aus Heimweh. Bei Papa und Mama schleicht er in sein Computer-Zimmer, um dort stundenlang Pornos zu schauen! Oder Sex-Seiten im Internet anzuklicken.

Psychologen haben sogar eine Erklärung dafür: Weil der Münchner Ehemann und Vater sich seine „Ersatzbefriedigung“ anderweitig holt, braucht er quasi keinen körperlichen Kontakt mehr. Sein Verhalten ist eine Art Sucht. Doch die Ehefrau ist mit ihrer Geduld am Ende. Sie war bereits beim Scheidungsanwalt.

Wenig Geld für schlechten Sex

Mit einer ganz besonderen Marotte machte ein Münchner seiner Frau das Leben zur Hölle: Er gab ihr ständig Noten. Fürs Kochen, fürs Putzen, für ihre Kleidung – und für prickelnden oder weniger prickelnden Sex. Am Ende des Monats zog er Bilanz. Bei schlechten Noten kürzte er das Haushaltsgeld. Irgendwann hatte die Ehefrau genug. Sie stellte ihm ein Zeugnis aus. Die Note: „Ungenügend!“

Der spendierte neue Busen

Ein Münchner wollte unbedingt sich und seiner Frau etwas Gutes tun und spendierte ihr eine Brust-OP. Dank Darlehen von der Bank. Doch der runderneuerte Busen gefiel nicht nur ihm. Seine Frau war plötzlich viel selbstbewusster und attraktiver – und verliebte sich in einen anderen. Das Ende der Ehe ist schnell erzählt: Sie verließ ihn. Und er blieb auf den restlichen Raten für die Schönheits-OP sitzen.

Versöhnung vor Gericht

Beim Scheidungstermin stellt der Richter die üblichen Fragen. Erstens: „Seit wann leben Sie getrennt?“ Zweitens: „Wollen Sie geschieden werden?“ Doch plötzlich schaut sich das Noch-Ehepaar fast verzweifelt an. Er flüstert ihr zu: „Du, willst des wirklich?“ Sie antwortet mit Tränen in den Augen: „Nein, eigentlich nicht!“ Die Münchner Anwältin Claudia Seidl berichtet: „Zwei Wochen später zog meine Mandantin den Scheidungsantrag zurück.“ Das Paar hatte sich versöhnt.

Ich pflege dich nicht!

Ein Münchner hatte seit fast 30 Jahren eine Geliebte – und wollte im Alter zu seiner Frau zurück. Die kam ganz aufgelöst zur Scheidungsanwältin und fragte: „Was soll ich denn tun? Bald ist er ein Pflegefall. Nur deshalb will er zurück zu mir. Ich will ihn aber nicht pflegen müssen.“ Die 85-jährige (!) Dame reichte wenig später die Scheidung ein.

Die falsche Unterwäsche

Am Weihnachtsabend staunte eine Münchnerin nicht schlecht, als sie von ihrem Mann sexy Unterwäsche bekam. Wo er ihr doch sonst nicht mal Blumen schenkte! Doch die Freude währte nur kurz. Die Dessous waren Größe 36 – sie hatte aber 42! Der Göttergatte hatte das Geschenk für seine Ehefrau mit dem Präsent für die Geliebte verwechselt. Damit war’s das letzte gemeinsame Weihnachtsfest.

Hunde sind Hausrat

Wie ein Hund litt nach der Scheidung ein 39-jähriger Tierfreund, weil er seine beiden geliebten Vierbeiner nicht mehr sehen durfte. Die hatte nämlich seine Ex-Frau mitgenommen. Als er ein „Umgangsrecht“ mit den Tieren einklagen wollte, scheiterte er. Die Begründung des Gerichts: Hunde sind „Hausrat“ – und nicht wie Kinder zu behandeln. Ein Anrecht aufs Gassigehen und Schmusen gibt’s für Ex-Partner nicht.

So rächt sich Herrchen

Eine Münchnerin war vernarrt in ihren preisgekrönten Windhund. Ihr Mann aber fühlte sich vernachlässigt – und rächte sich. Heimlich fütterte er das Tier. Es wurde fetter und fetter, gewann keinen einzigen Preis mehr. Die Ehe ging nach drei Jahren in die Brüche.

Papas Coming-Out

Ein Münchner Ehepaar, zwei Kinder, eine scheinbar glückliche Familie. Doch in seinem Innersten wusste der Vater längst: „Ich bin schwul.“ Er wollte weder sich noch seine Familie belügen, das Paar ließ sich scheiden. Einvernehmlich, ohne Rosenkrieg. Auch ihre Scheidungsvereinbarungen waren ungewöhnlich: Die Kinder blieben nämlich beim Papa, der inzwischen einen neuen Lebensgefährten fand. Der Vater kocht, kümmert sich um die Kinder – und die Mutter kommt nach der Arbeit oft vorbei und isst mit.

Die schönste Scheidung

Gefühlvoll wird die Stimme eines Münchner Anwalts, wenn er von seiner „schönsten Scheidung“ berichtet: „Wir waren alle in meinem Besprechungszimmer. Mein Mandant und seine Frau hielten Händchen und lächelten mich an.“ Man hatte vorab die wesentlichen Punkte beim Notar geregelt. Selbst beim Unterhalt gab’s keinen Zwist. Der 46-Jährige sollte für seine teilweise berufstätige Frau (41) plus Kind exakt 777 Euro pro Monat zahlen. Begründung: „Das ist doch eine sehr schöne Zahl.“ Doch eins konnte sich der Anwalt nicht verkneifen: „Ich fragte, warum sie sich überhaupt scheiden ließen.“ Lapidare Antwort: Die Ehe ist zerrüttet.

Claudia Detsch

Rubriklistenbild: © dpa

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