EHEC: Münchner Patienten geht es besser

München - In Bayern ist die Zahl der HUS-Erkrankungen am Wochenende leicht gestiegen. Aber immerhin geht's den Münchner Patienten besser.

Seit Freitag wurden drei weitere Patienten mit hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) registriert, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Wochenende mitteilte. Damit leiden im Freistaat inzwischen 19 Menschen an dem lebensbedrohlichen HU-Syndrom, das u.a. zu Nierenversagen führen kann. Die Zahl der harmloser verlaufenden EHEC-Infektionen blieb mit 53 Fällen konstant, bundesweit sind es 1200.

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In München gab der Sprecher des Städtischen Klinkums Schwabing, Marten Scheibel, gegenüber der tz eine leichte Entwarnung: Alle 16 EHEC- und fünf HUS-Patienten in Münchner Krankenhäusern seien auf dem Wege der Besserung, neue Fälle seien über das Wochenende nicht mehr hinzugekommen. Außerdem sei ein Blutplasmaaustausch nicht mehr in allen Fällen notwendig. Scheibel: „Die starke EHEC-Welle, wie sie in Nordeutschland aufgetreten ist, ist an München vorrübergegangen.“

Bundesweit leiden derzeit 520 Patienten an dem HUS-Syndrom, bisher sind 18 daran gestorben. Die Zahl der EHEC-Infektionen stieg am Wochenende weiter. Allein in Niedersachsen wurden am Samstag 458 Fälle gezählt – 40 mehr als am Vortag. Mittwoch findet in Berlin ein EHEC-Spitzentreffen von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) mit den Gesundheitsministern der Länder statt. Unterdessen hat Russlands Regierungschef Wladimir Putin die Einfuhr von EU-Gemüse verboten: „Wir werden unser Volk nicht vergiften.“

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