Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Ehefrau mit Maschinenpistole erschossen:­ Geständnis

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München - Mit einer Maschinenpistole hat er seine Frau erschossen - der 48 Jahre alte Angeklagte hat am Montag vor einem Münchner Schwurgericht die Bluttat gestanden.

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Maschinenpistolen-Mörder vor Gericht

Sie hatte keine Chance. Nusreta K. schleppte einen Korb Wäsche in die Waschküche. Plötzlich tauchte ihre Ehemann Avdurahman auf, eine Maschinenpistole in der Hand. Ohne Vorwarnung feuerte er mit der „Scorpion“ sieben Schüsse auf sie ab. Tödlich getroffen brach die Mutter von vier Kinder zusammen. Dann machte er sich auf die Suche nach dem Bruder seines Opfers. Auch Senad B. (37) sollte sterben.

Nusreta K. war eine sehr fleißige Frau: Sie kümmerte sich liebevoll um ihre vier Kinder, hielt den Haushalt in Ordnung. Und sie schuftete ganztags als Reinigungskraft. Ihr Mann dagegen arbeitete nur sporadisch als Zimmerer. Staatsanwältin Nicole Selzam: „Zum Familienunterhalt trug er nicht bei.“

Er machte ihr aber ständig Vorwürfe, weil er der Meinung war, sie unterstütze ihren jüngeren Bruder finanziell. „Der Angeklagte hatte sich in einen Hass und eine Wut auf seinen Schwager Senad hineingesteigert, weil Senad aus seiner Sicht ein Parasitenleben auf Kosten seiner Ehefrau führte“, so Anwalt Steffen Ufer in einer Erklärung für Avdurahman K. Der Täter jammerte, Nusreta hintergehe ihn.

Am 6. März setzte er seine Mordpläne in die Tat um. Erst richtete er seine Frau im Waschkeller des Mietshauses Frühlingsanger 4 buchstäblich hin. Eine Kugel traf ihren Kopf, sechs Geschosse durchschlugen ihren Körper. Dass die Kinder verzweifelt auf ihre Mutter warteten, störte ihn nicht. Dass sein ältester Sohn die Tote schließlich im Keller entdeckte, war ihm offenbar auch egal. Er machte sich mit der geladenen Waffe auf die Suche nach Senad. Zum Glück vergeblich. „Er bedauert die Tat zutifest“, trug Anwalt Ufer vor. „Er befand sich zum Tatzeitpunkt in einem Zustand der Verwirrung.“

Wegen dummer Äußerungen einer Schöffin platzte der Prozess gestern. Heute geht es mit einem neuen Schöffen wieder los. Senad B., den der Mörder als Parasit verteufelte, kümmert sich heute um seine vier Kinder. Er unterstützt sie finanziell.

Eberhard Unfried

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