Ehefrau erwürgt: "Spaßeshalber Hals zugedrückt"

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Turan A. hat seine Frau erwürgt

München - Turan A. (60) betet fünf Mal am Tag. Seine Frömmigkeit hielt ihn nicht davon ab, seine Ehefrau zu töten. Vor dem Schwurgericht behauptet er jetzt, die Tat sei ein Versehen gewesen.

Er betet fünfmal am Tag. Turan A. (60) war auch jahrelang Vorsitzender der islamischen Vereinigung Milli Görüs, die wegen extremistischer Tendenzen vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Seine Frömmigkeit hielt ihn nicht davon ab, seine Ehefrau zu töten.

Vor dem Schwurgericht behauptet er jetzt, die Tat sei ein Versehen gewesen: „Ich habe ihr spaßeshalber den Hals zugedrückt.“ 44 Jahre war der aus der Osttürkei stammende Angeklagte mit der fünf Jahre älteren Bergüzar verheiratet gewesen. 13 Kinder brachte sie zur Welt, von denen sechs überlebten.

1973 kam das Ehepaar nach München. Dann habe er eine andere Frau haben wollen, wirft ihm Staatsanwalt Andreas Franck vor: „Seine Ehefrau war einem Leben mit einer anderen und jüngeren Frau im Weg.“ Deshalb habe er sie in der Nacht zum 1. August 2009 erwürgt. Es sei keine Absicht gewesen, behauptet Turan A.

Man habe über Sex gesprochen, sie habe nicht gewollt. Da habe er ihr „aus Spaß“ den Hals zugedrückt: „Sie ist gleich leblos gewesen.“ Der Mordprozess wird am Dienstag fortgesetzt.

E. Unfried

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