Rathauschef stirbt mit 83 Jahren

Ehemaliger OB Erich Kiesl ist tot

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Erich Kiesl starb im Alter von 83 Jahren

München - Der frühere Münchner Oberbürgermeister Erich Kiesl (CSU) ist tot. Der Kommunalpolitiker starb im Alter von 83 Jahren, wie die Münchner CSU am Freitag mitteilte.

Erich Kiesl war von 1978 bis 1984 Rathauschef in der bayerischen Landeshauptstadt. Zwischen 1969 und 1990 war er Bezirksvorsitzender der Münchner CSU. Kultusminister und CSU-Bezirkschef Ludwig Spaenle sagte, Kiesl habe die Entwicklung der drittgrößten deutschen Stadt wesentlich mitgeprägt. Die Münchner CSU habe er „zur großen Volkspartei gemacht“.

CSU-Stadtratsfraktionschef Josef Schmid nannte Kiesl einen Politiker „mit Ecken und Kanten und einer starken, markanten Persönlichkeit“. Eines seiner größten Verdienste sei die Ankurbelung des Wohnungsbaus in München gewesen.

Erich Kiesl: Zwei Skandale bleiben in Erinnerung

Kiesl löste 1978 den damaligen SPD-Oberbürgermeister Georg Kronawitter ab, der sechs Jahre später gegen Kiesl erneut das Rathaus eroberte. Von 1970 an war der Jurist Staatssekretär im Innenministerium.

Wegen seiner Vorliebe für Hubschrauber als Transportmittel handelte er sich in dieser Zeit den Spitznamen „Propeller-Erich“ ein. In der Sicherheitspolitik galt er als Hardliner. Mehrere Legislaturperioden gehörte der am 26. Februar 1930 im niederbayerischen Pfarrkirchen geborene Vater von fünf Kindern auch dem Bayerischen Landtag an.

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