Ehemann stach zu, bis das Messer brach - acht Jahre Haft

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Weil er 18 Mal brutal auf seine eigene Frau einstach, kassierte Stefan P. jetzt acht Jahre Haft. 

München - Aus Eifersucht stach er auf seine Ehefrau ein, bis das Messer in der Mitte brach. Der 26-Jährige wurde am Freitag vom Landgericht München jedoch nur wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen.

Das Gericht argumentierte, er habe schließlich von seinem Opfer abgelassen und selbst den Notarzt gerufen. Daher habe es den Mann nicht wegen versuchter Tötung, sondern lediglich wegen Körperverletzung schuldig gesprochen.

Zuvor hatte er die 23-Jährige vor den Augen der gemeinsamen Tochter mit 18 Messerstichen in Kopf und Körper schwer verletztund auch dann noch zugestochen, als das Messer in der Mitte zerbrach. Diese Brutalität erforderte laut Urteil eine Strafe im oberen Bereich - die Höchststrafe für gefährliche Körperverletzung liegt bei zehn Jahren.

Sarah P.

Das wegen Drogendelikten vorbestrafte Paar hatte 2009 geheiratet und eine Tochter bekommen. Die Beziehung war von ständigen Streitereien wegen Eifersucht geprägt. Bei einem Lügendetektortest in einer TV-Talkshow wurde die Frau eines Seitensprungs überführt, was zu noch heftigerem Streit führte. Er mündete am 3. August 2011 in die Tat. Zuungunsten des Angeklagten berücksichtigte die Strafkammer die psychischen Folgen für die inzwischen geschiedene Ehefrau und die Tochter. Das Mädchen schreckt nach Angaben der Mutter immer wieder nachts weinend aus dem Schlaf hoch.

dpa

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