Aus Eifersucht

Facebook-Schnüffler schlägt auf Ehefrau ein

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Frauen-Quäler Markus C. sitzt in U-Haft.

München - Ein eifersüchtiger 39-Jähriger schnüffelte seiner Frau auf Facebook hinterher. Als er sah, dass sie sich mit einem anderen Mann traf, drehte er durch.

Eine Gewalttat ihres Mannes hätte Alexandra C. (36) aus Eichenau abschrecken müssen.„Im Jahr 2009 hat er mir ein Messer an die Kehle gehalten“, erzählt sie vor dam Landgericht München II. Sie war mit ihren Kindern ins Frauenhaus geflüchtet, versöhnte sich aber mit Markus C. (39). Bis 9. September 2013: Er schlug ihr Nase und Gesicht ein!

Zu diesem Zeitpunkt war er schon ausgezogen, die Scheidung eingereicht. Trotzdem schnüffelte der Lkw-Fahrer ihr bei Facebook hinterher. Als er sah, dass er ein Treffen mit einem anderen Mann ausgemacht hatte, lockte er Alexandra in eine Falle: Er müsse aus ihrem Keller noch Werkzeug holen, gab Markus C. vor.

„Er hat die Feuerschutztür zugezogen und mich durch den Keller geschleudert“, berichtet sie vor Gericht. „Er kniete über mir und hat mit den Fäusten auf mich eingeschlagen.“ Ihre Hilferufe verhallten hinter der Stahltür. Er forderte ihr Handy. Eine Gelegenheit zur Flucht? „Ich habe es durch den Keller geworfen.“ Er ging aber nicht wie erhofft alleine zum Handy: „Stattdessen hat er mich gepackt und hinterhergeschmissen. Dann hat er mir nochmal ins Gesicht getreten.“

Um Schlimmeres zu vermeiden, flehte sie ihn an: „Ich habe dir schon einmal verziehen, ich werde dir nochmal verzeihen.“ Da ließ er von ihr ab, blieb aber bei ihr über Nacht. Erst am nächsten Morgen, nachdem er zur Arbeit gegangen war, wagte sie sich zum Arzt. Dieser alarmierte die Polizei.

Markus C. gibt alles zu. Er ist neunfach vorbestraft, ein versuchter Mord ist auch dabei! Er wollte seine Freundin erwürgen. Der Prozess geht weiter.

E. Unfried

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