Opfer in Lebensgefahr

Eifersucht: Mann in Disco zusammengeschlagen

Unterschleißheim  – Zu einer wüsten Prügelei ist es vor einer Diskothek im Unterschleißheimer Ortsteil Lohhof gekommen. Opfer war ein 21-jähriger Tourist. Er war bei der Schlägerei so schwer verletzt worden, dass durchaus Lebensgefahr bestand.

Zu dem Zwischenfall kam es bereits Mitte Juli. Den Täter, einen 22-Jährigen aus Berlin, hatte die Polizei schnell ermittelt. Er stellte sich Anfang August mit seinem Anwalt beim Polizeipräsidium an der Ettstraße in München, teilt die Polizei erst jetzt mit. Am frühen Morgen, gegen 3 Uhr, tanzte der 21-jährige Tourist mit einer jungen Frau aus Berlin. Dies missfiel offensichtlich ihrem Begleiter (22). Als alle die Diskothek verlassen hatten, griff er den 21-Jährigen unvermittelt an und trat ihn mit den Füßen in die linke Nierengegend. Sein Opfer ging zu Boden, was den Schläger aber nicht abhielt. Mehrfach trat er ihn gegen den Oberkörper und versuchte offensichtlich bewusst den Kopf des Liegenden zu treffen.

Erst als ein Zeuge, ein junger Mann aus Oberschleißheim, ihn von weiteren Tritten abhielt und wegzog, ließ er tatsächlich ab. Der Geschädigte ging am nächsten Tag ins Krankenhaus. Dort diagnostizierten die Ärzte unter anderem einen Rippenbruch, einen Nierenriss sowie Einblutungen in der Lunge. Es habe „durchaus Lebensgefahr bestanden“, teilte die Rechtsmedizin mit.

Die Kriminalpolizei hatte wenig Mühe, den Täter zu ermitteln, und setzte sich telefonisch mit ihm in Verbindung. Der Mann suchte sich einen Anwalt und erschien Anfang August auf dem Polizeipräsidium. Seine Tat hat der 22-Jährige gestanden. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen und er wurde festgenommen.

bw

Rubriklistenbild: © dapd

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn: Feuerwehreinsatz auf der Linie der S1
S-Bahn: Feuerwehreinsatz auf der Linie der S1
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare