Eifersüchtige Ehefrau gesteht Messerattacke

München - Eine eifersüchtige Ehefrau hat am Montag vor dem Münchner Schwurgericht eine Messerattacke auf ihren Mann und dessen Geliebte gestanden.

Die 32-Jährige ist wegen Mordversuchs in zwei Fällen angeklagt. Sie habe die beiden Opfer nicht töten wollen, versicherte die Angeklagte. Zu dem Angriff sei es gekommen, nachdem sie den Mann vergeblich um die Trennung von der Nebenbuhlerin gebeten habe.

Der 37-Jährige, mit dem die Angeklagte seit 1998 in zweiter Ehe verheiratet ist und mit dem sie drei Kinder hat, sei immer wieder fremdgegangen, sagte sie. “Die ersten zwei Jahre waren wunderschön.“ In den vergangenen Jahren aber beging sie mehrere Selbstmordversuche und war dreimal in stationärer psychiatrischer Behandlung. Nach den früheren Seitensprüngen hatte die Angeklagte ihren Mann jedes Mal zur Rückkehr bewegen können. Bei der jüngsten Affäre aber waren alle Anstrengungen vergeblich.

Am 14. Juli 2010 steckte die 32-Jährige ein Butterflymesser ein, als sie sich auf den Weg zu der Gaststätte ihrer Nebenbuhlerin machte, um mit der Rivalin und mit ihrem Mann ein Gespräch zu führen. Das Paar sei ihr aus dem Weg gegangen, in dieser Situation habe sie die Nerven verloren und das Messer zunächst gegen die Nebenbuhlerin gerichtet. Ihr Mann warf sich zwischen die Frauen und wurde Ziel des nächsten Angriffs, bei dem er an der Milz verletzt wurde.

Auch in der ersten Ehe der jungen Türkin, die noch in ihrer Heimat arrangiert worden war, gab es übrigens Probleme mit der Treue. Die Ehe scheiterte, als sie ihren wesentlich älteren Mann mit ihrer Schwester im Bett erwischte.

dpa

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