Keine Besserung in Sicht

Eigenheim 20 Prozent rauf: Wer soll das bezahlen?

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Die Eigentumspreise in München steigen weiter.

München - Mal ehrlich: Wer soll das denn noch bezahlen? Mittlerweile liegen die Preise für Neubauwohnungen in durchschnittlichen und guten Münchner Wohnlagen bei 4800 Euro pro Quadratmeter - und das ist nur der Durchschnittswert!

Der Wahnsinn: In den letzten sieben Jahren sind die Preise also um rund ein Viertel gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Stadt München. Auch in anderen Bereichen sieht es für Kauf- oder Bauinteressenten düster aus.

Zum Beispiel bei den Grundstücken: Die Baugrund-Preise für Einfamilienhäuser sind seit dem Jahresende 2010 um satte 20 Prozent in die Höhe geschnellt. Geschosswohnbebauungen sind seit diesem Zeitpunkt um 15 Prozent teurer geworden. Kein Stück besser sieht es bei den Doppelhaushälften aus. Neubauten kosten durchschnittlich 635 000 Euro, im Wiederverkauf sind es immer noch 580 000 Euro. Auch Reiheneck- oder Reihenmittelhäuser bewegen sich zwischen 430 000 und 610 000 Euro - eingerechnet sind dabei jeweils aber nur maximal 135 Quadratmeter Wohnfläche.

München von oben im Vergleich: 1962 und 2011

München von oben im Vergleich: 1962 und 2011

Insgesamt kommen die Gutachter zu dem Schluss: Die Nachfrage am Münchner Immobilienmarkt steigt, das Angebot aber sinkt: Verkaufszahlen für Häuser und Wohnungen in München zwar rückläufig. Es wird mit der Verkäufen aber mehr Umsatz erzielt - bei Gewerbeobjekten zum Beispiel um 51 Prozent. Im Klartext: Die Preise werden weiter steigen. Und: Es ist keine Besserung in Sicht!

thi

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