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Miet- und Kaufpreise in München: Teuerste und billigste Viertel im Überblick

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Von: Andrea Stinglwagner

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Alex Grohmann von Immo-Welt in einem Tiny-Haus
Für diese 17 Quadratmeter eines Tiny Houses müsste man in München 163.000 Euro hinlegen. ©  Marcus Schlaf

München ist immer noch die teuerste Stadt zum Wohnen in Deutschland. Der Quadratmeterpreis liegt bei 9504 Euro - in welchem Viertel ist es noch teurer?

München - Ein winziges Häuschen im hippen Münchner Werksviertel, direkt unterm Riesenrad: 163.000 Euro würde es kosten, wenn man dieses 17 Quadratmeter kleine „Tiny House“ wirklich dort kaufen könnte. Das Unternehmen Immowelt hat als plakative Aktion dieses mobile Häuschen in deutschen Großstädten aufgestellt. Und wenig überraschend: Nirgends wär’s so teuer wie hier in München an der Isar. In Hamburg beliefe sich der Preis auf 105.000, in Berlin auf 96.000, in Köln auf 142.000 Euro (am Rheinufer). Doch wie sind die Münchner Immobilien-Preise im Detail?

Tiny Haus von außen
Das Tiny Haus von außen. © Markus Götzfried

München: Platz eins bei Preisen für Wohneigentum

Aktuell liegt der Quadratmeterpreis für eine Bestands-Eigentumswohnung in München (drei Zimmer, 70 Quadratmeter) bei 9504 Euro. „Somit weist die bayerische Landeshauptstadt die höchsten Preise für Wohneigentum unter allen deutschen Großstädten auf“, so Immowelt. Das teuerste Viertel ist Altstadt-Lehel – 15.162 Euro pro Quadratmeter. Um fast die Hälfte günstiger ist’s im Westen: 7927 Euro in Aubing-Lochhausen-Langwied. Aber: „Selbst die günstigsten Münchner Bezirke sind immer noch teurer als jede andere deutsche Großstadt.“ Hohes Niveau auch im Umland: In Starnberg kostet der Quadratmeter 7558 Euro. Am günstigsten im Speckgürtel sind aktuell Eigentumswohnungen im Kreis Erding (5468 Euro pro Quadratmeter).

Dennoch kann man eine neue Entwicklung beobachten. Gingen in den letzten Jahren die Angebotspreise für Eigentumswohnungen durch die Decke – seit 2017 haben sie sich um 45 Prozent verteuert –, scheint nun der Gipfel erreicht. „Der Boom endet“, sagt Alexander Grohmann, Immowelt-Marktanalyst. Kaufpreisschätzungen bis zum Ende des Jahres zufolge werde es eher eine Stagnation geben. Die Gründe: die stark gestiegenen Zinsen für Baudarlehen, Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg und die hohe Inflation.

Aktuelle Kauf- und Mietpreise in München: (Zahlen pro Quadratmeter im Juni 2022, 70 Quadratmeter, Quelle: Immowelt)

StadtbezirkeKaufpreisMietpreis
Allach-Untermenzing8395 €15,14 €
Altstadt-Lehel15,162 €20,87 €
Au-Haidhausen11.894 €18,81 €
Aubing-Lochhausen-Langwied7927 €15,00 €
Berg am Laim8462 €16,03 €
Bogenhausen10,193 €17,34 €
Feldmoching-Hasenbergl8304 €15,64 €
Hadern8892 €15,89 €
Laim8999 €15,89 €
Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt12.699 €19,66 €
Maxvorstadt13.578 €18,69 €
Milbertshofen-Am Hart8956 €16,13 €
Moosach8512 €16,12 €
Neuhausen-Nymphenburg10.993 €17,14 €
Obergiesing8792 €16,59 €
Pasing-Obermenzing9055 €16,13 €
Ramersdorf-Perlach8302 €16,62 €
Schwabing-Freimann10.439 €18,82 €
Schwabing-West11.790 €18,56 €
Schwanthalerhöhe10.190 €16,92 €
Sendling9610 €16,60 €
Sendling-Westpark8873 €16,77 €
Thalkirchen-Obersendling8858 €15,43 €
Trudering-Riem8429 €14,58 €
Untergiesing-Harlaching9863 €17,24 €

Münchner Mietpreise steigen weiter

Das heißt für die Münchner Mieter: Die Nachfrage nach Kaufimmobilien sinkt, die nach Mietwohnungen steigt somit wieder – und das Angebot wird noch knapper. Und so steigen die Mietpreise weiter, trotz des ohnehin schon unerträglich hohen Niveaus. Alexander Grohmann prophezeit: „Das Ende ist noch nicht erreicht…“

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