Holz in der Hüttn

Exotische Architektur-Neuheit im Zentrum von München - Mega-Projekt geplant

Visualisierung des Holzhybrid-Hauses an der Ecke Rupprechtstraße und Gabrielenstraße
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An der Ecke Rupprechtstraße und Gabrielenstraße im St.Vinzenz-Viertel in Neuhausen entsteht das Holzhybrid-Haus: Wohnen und Arbeiten wird hier ab 2024 möglich sein

Der Projektentwickler Bauwerk plant ein nachhaltiges Wohn- und Geschäftshaus in Neuhausen. Es soll das erste seiner Art in der Innenstadt werden.

Stahlbeton war gestern – hoch lebe die Kombination mit Holz! Zuletzt machte ein großes Bauprojekt im Prinz-Eugen-Park (Bogenhausen) im Nordosten der Stadt* Furore – jetzt gibt’s aber auch für einen Holzhaus-Plan, der direkt am Mittleren Ring umgesetzt wird. Das Bauvorhaben „Vinzent“ soll das erste Holz-Hybridhaus für Wohnen und Büros in, beziehungsweise nahe, der Innenstadt werden – so vermeldet es der Projektentwickler Bauwerk.

Besondere Architektur in München: Weiteres Haus mit Gebäudehülle aus Holz

Bis 2024 soll das Gebäude an der Ecke Rupprechtstraße und Gabrielenstraße im St.-Vinzenz-Viertel (Neuhausen) entstehen. Das Bauholz soll aus bayerischen und europäischen Wäldern stammen und in nachhaltiger Forstwirtschaft gewachsen sein, der Holzanteil im gesamten Ensemble liegt bei 25 Prozent. Die Gebäudehülle wird komplett aus Holz bestehen.

Der Plan der Architekten von Allmann Sattler Wappner: ein Haus mit 56 Eigentumswohnungen an der Gabrielenstraße und ein Geschäftsgebäude mit 6700 Quadratmetern Grundfläche an der Rupprechtstraße. Hier soll Platz für bis zu 15 Büroeinheiten und ungefähr 400 Arbeitsplätze sein. Außerdem entsteht eine dreigeschossige Tiefgarage.

Jürgen Schorn (Geschäftsführer Bauwerk), Ludwig Wappner (Architekt), Roderick Rauert (Geschäftsführer Bauwerk, von links nach rechts) planen das Gebäude

Holzhybrid-Haus in München: Wohnungen kosten bis zu 3,3 Millionen Euro

Die Kaufpreise der Wohnungen* lassen sich sehen: Ein Zwei-Zimmer-Apartment mit 40 Quadratmetern liegt bei 659.000 Euro, die größte Wohneinheit mit 200 Quadratmetern bei 3,3 Millionen Euro.

Vinzent steht im Zeichen der Nachhaltigkeit. „Mit dem Einsatz von Holz leistet das Projekt einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und fördert ein gesundes sowie ästhetisches Wohnen und Arbeiten“, sagt Jürgen Schorn, einer der Geschäftsführer von Bauwerk. Dabei ist der Holzbau-Gedanke wichtig, aber auch eine besondere Fassadenbegrünung soll CO2 sparen: Das schwebende Pflanzensystem wird sich komplett selbst versorgen – zum Beispiel durch gespeichertes Regenwasser.

Holzbau in der Innenstadt: eine Herausforderung, sagt Roderick Rauert von Bauwerk. Mit diesem Werkstoff arbeitet man normalerweise systematisch „im Raster“. Das geht aber nicht oder nur schlecht, wenn man einem gewachsenen Grundriss in der Stadt folgen muss. Bei Vinzent soll’s klappen – mit deutlichen eigenen Akzenten. „Der Stadtraum wird sich durch unser Projekt ändern“, sagt Rauert. Hier spielt die Fassade eine Rolle: In Blau und Grün gehalten, soll sie skandinavisches Flair ins Viertel bringen.

München: Weitere Beispiele für Holzbauprojekte stehen im Nordosten

Auch im Prinz-Eugen-Park in Bogenhausen ist bereits eine Holzbau-Siedlung entstanden. Die sogenannte ökologische Musterbausiedlung ist mit 600 Wohnungen die größte zusammenhängende Holzbausiedlung Deutschlands. Bauen mit Holz - ein weltweiter Trend. Holzbauprojekte gelten als fortschrittlich, umweltfreundlich und nachhaltig. Das weltweit höchste Hochhaus aus Holz, „Mjøstårnet“, steht in Norwegen: 18 Stockwerke und 84,4 Meter Höhe, Struktur und Fassade bestehen aus Holz. Das „HoHo“ in Wien ist das zweithöchste Holzhochhaus: 75 Prozent der Fassade ist aus Holz. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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