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Groß-Projekt im Münchner Osten: Das Werksviertel wächst wie wild - so sind die Pläne

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Von: Phillip Plesch

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Das höchste Hotel der Stadt: das Adina im Werksviertel-Mitte.
Das höchste Hotel der Stadt: das Adina im Werksviertel-Mitte. © Oliver Bodmer

Wohnungen, Büros und Hotelzimmer: Im Werksviertel wird fleißig gebaut. Kein Zufall, denn das Konzept des neuen Stadtquartiers im Münchner Osten ist von langer Hand geplant.

Ein Gebäude nach dem anderen ploppt im Werksviertel aus dem Boden. Wobei: So ganz stimmt das nicht. Denn im Werksviertel-Mitte wird nicht neu-, sondern im Bestand gebaut. Ein Überblick über das wilde Wachstum im Münchner Osten:

Das Werk 4 wurde mittlerweile fertiggestellt. Es beherbergt mit dem Adina das höchste Hotel der Stadt, das mit 86 Metern sogar das benachbarte Umadum-Riesenrad überragt. Außerdem befindet sich in den ehemaligen Pfanni-Kartoffelflocken-Silos eine Kletterhalle und im neu entstandenen Anbau ein internationales Hostel. „Die Besonderheiten des Werk 4 sind das Bauen im Bestand, die Mischnutzung und der Ausblick über die Stadt“, sagt Josef Glasl, Sprecher vom Werksviertel-Mitte.

Im Werksviertel soll neuer Wohnraum entstehen

Zudem wurde im vergangenen Jahr das Werk-7-Theater eröffnet und das Container-Collective am Eingang des Stadtquartiers revitalisiert. Zwei weitere Gebäude entstehen derzeit. Das Werk 13 soll gegen Jahresende fertiggestellt werden. Die Geschossfläche beläuft sich auf etwa 6800 Quadratmeter. Und das Werk 1.4 soll das neue Zuhause für Münchner Startups werden. Insgesamt sollen im gesamten Werksviertel 7000 neue Arbeitsplätze entstehen. Das geht nicht ohne neuen Wohnraum einher. Für 3000 Einwohner sollen 1150 Wohnungen (davon 600 im Werksviertel-Mitte) geschaffen werden.

Wie kommt es zum rasanten Wachstum? „Das ist im Werksviertel-Mitte auf lange Sicht geplant“, erklärt Glasl. Es werde nicht alles auf einmal, sondern nacheinander gebaut. Zudem habe es eine lange Planungsphase gegeben – gefolgt von vielen Anträgen, die freigegeben werden mussten. „Je mehr Erfahrung man hat, umso schneller geht es“, sagt Glasl mit einem Schmunzeln.

Kommt es oder nicht? Aktuell liegen die Pläne für das Konzerthaus im Werksviertel auf Eis.
Kommt es oder nicht? Aktuell liegen die Pläne für das Konzerthaus im Werksviertel auf Eis. © Cukrowicz Nachbaur Architekten

Eine andere Frage ist derweil noch ungeklärt: Wie sieht es mit dem Konzerthaus aus? Die Pläne klangen traumhaft: Im Werksviertel sollte ein neues Konzerthaus mit 1900 Plätzen entstehen – die neue Heimat der BR-Symphoniker. Doch dem futuristischen Projekt droht das Aus. Nachdem die Kosten für den Neubau in die Höhe geschossen waren, hatte sich Ministerpräsident Markus Söder dafür ausgesprochen, eine Denkpause einzulegen. Seitdem ruhen die Pläne, Baubeginn soll frühestens 2025 sein. Die Diskussionen laufen weiter.

Das ist der Stand beim Umadum

Gute Nachrichten sind das für alle Fans des Umadum. Denn: „Das Riesenrad bleibt nach aktuellem Stand so lange stehen, bis der Grundstein für das Konzerthaus gelegt wird“, sagt Glasl.

Das Optineo feiert am Donnerstag Richtfest. Es soll der neue Hauptsitz der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden.
Das Optineo feiert am Donnerstag Richtfest. Es soll der neue Hauptsitz der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden. © Nieto Sobejano Arquitectos

Neuerungen gibt es in der unmittelbaren Nachbarschaft: Neben dem Knödelplatz an der Friedenstraße feiert am Donnerstag das Optineo von Wöhr + Bauer sein Richtfest. Mit der auffälligen Architektur soll es ein (weiteres) Wahrzeichen des Werksviertels werden.

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