Münchner Stadtlauf: Alle Bilder und Ergebnisse

Beim Stadtlauf von Sport Scheck und BMW haben 17 200 Läufer die Münchner Innenstadt am Sonntag in ein orangenes Meer verwandelt. Alle Infos und Bilder gibt es hier:

Alle Ergebnisse des Stadtlaufs auf einen Blick

Alle Infos zum Stadtlauf im großen Special von merkur-online

Zieleinlauf von 8.45 bis 9.45 Uhr

Zieleinlauf von 9.45 bis 11.35 Uhr

Zieleinlauf von 11.35 bis 12.10 Uhr

Zieleinlauf von 12.10 bis 13.15 Uhr

„Das Coolste ist der Schlusslauf“, freut sich Andreas Müllner. Der 21-Jährige steht kurz vor dem Start zum 10 000 Meter-Lauf in einem Pulk von orangenen Menschen. „Man kann eigentlich gar nicht mehr“, sagt er, „und dann holt man doch noch alles raus, weil man so toll angefeuert wird.“ Die Stimmung unter vielen tausend anderen Läufern und dem Jubel der Zuschauer, davon schwärmen alle, die beim Stadtlauf dabei sind. Während mancher an der persönlichen Bestzeit feilt, steht für viele andere einfach nur im Vordergrund, dabei zu sein und es ins Ziel zu schaffen.

Alle Bilder vom Stadtlauf gibt es hier

„Ich wollte die Atmosphäre mitnehmen und Spaß haben“, sagt auch Jan Fitschen. Für ihn geht es freilich auch um mehr: Der Langstreckenläufer war mehrfach Deutscher Meister über 10 000 Meter – und hatte auch gestern große Ziele. „Ich wollte unter 1:10 laufen“, sagt er nach dem Zieleinlauf. Das ist ihm gelungen. Den Halbmarathon vom Marienplatz aus über die Ludwigstraße durch den Englischen Garten und den Hofgarten bis zurück zum Marienplatz legt er mit der Bestzeit zurück: 1 Stunde, 9 Minuten und 17 Sekunden für mehr als 21 Kilometer. Schnellste Frau ist Mikki Heiß mit 1 Stunde, 20 Minuten und 19 Sekunden.

Von solchen Zeiten können viele Freizeit-Sportler natürlich nur träumen. Und doch strahlen auch sie, wenn sie am Marienplatz einlaufen. „Mama!“, kreischt ihre Tochter begeistert aus dem Publikum, als Christl Liese die Zielmarke überquert. Vor einem Jahr habe sie sich noch ganz unsportlich gefühlt, erzählt die augenzwinkernd. Das ist jetzt offensichtlich nicht mehr so. Das ganze Jahr hat sie trainiert – und jetzt den Halbmarathon bewältigt. „Super-klasse, jederzeit wieder“, lautet ihr Urteil. „Die Motivation ist einfach viel größer, als wenn man alleine läuft.“

Die schönsten Momente des Stadtlaufs sind ohnehin oft die abseits des Leistungssports – wenn Paare Hand in Hand durchs Ziel laufen oder stolze ältere Herren die Strecke bezwungen haben. Oder wenn ein Bub mitten im Kinder-Pulk auf Krücken mitläuft oder ein Vater mit seiner behinderten Tochter langsam durch das Zuschauer-Spalier läuft, um ihr die Freude am Gehen zurückzugeben.

Ein großer Erfolg ist der 5-Kilometer-Lauf, der das erste Mal angeboten wird. Hier sind die Frauen klar in der Mehrheit – im Gegensatz zum Halbmarathon. Dort ist mit dem ehemaligen Olympiasieger über 800 Meter, Nils Schumann, auch ein prominenter Läufer am Start, für den der Spaß im Vordergrund steht. Er kommt unter ferner liefen ins Ziel. „Ich habe nicht gedacht, dass ich das noch in 1:22 laufen kann“, zeigt er sich trotzdem zufrieden, „mit der tollen Strecke und den Zuschauern hat aber einfach alles gepasst.“

Überrascht vom eigenen Erfolg ist auch Torsten Petelski, der mit 33 Minuten und 48 Sekunden den Zehn-Kilometer-Lauf gewinnt. Er hat einen typischen Fehler nicht gemacht: am Anfang zu schnell loszulaufen. „Die anderen sind erst losgezogen wie eine Büffelherde“, sagt er grinsend, „aber am Ende war kein anderer mehr da.“ Mutterseelenallein läuft auch Michael Stettner ins Ziel. Der Zwölfjährige gewinnt den Kinder-Lauf über zwei Kilometer. „Cool!“, so sein Urteil.

Die jüngsten Teilnehmer sind indes nicht die Kinder, die selbst laufen – sondern die, die noch gar nicht laufen. So wie Lilli. Die ist ein Jahr und zwei Monate alt, und seit einem Jahr joggt sie im Kinderwagen von Mutter Wilma Homann mit. „Wir haben mit Kind geübt, also musste sie heute auch mit“, sagt die Mutter nach dem 5-Kilometer-Lauf. Was der Unterschied ist, mit Kind zu laufen? „Man kann nicht so leicht bremsen“, sagt sie. Das aber musste die flinke Mama gestern ohnehin nicht.

Felix Müller

Rubriklistenbild: © Klaus Haag

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