Gesundheitspapst Prof. Dietrich Grönemeyer gibt Tipps, wie Sie gesund bleiben

"Eine Wärmflasche kann Wunder wirken"

Prof. Dietrich Grönemeyer über die besten Hausmittel und Tipps, wie Sie gesund bleiben.
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Prof. Dietrich Grönemeyer über die besten Hausmittel und Tipps, wie Sie gesund bleiben.

Bei so vielen Kranken geht es derzeit ganz schnell, sich eine üble Erkältung oder einen Magen-Darm-Virus einzufangen – wie bleibt man da am besten gesund?

Das fragte die tz einen echten Gesundheitspapst: Prof.Dr. Dietrich Grönemeyer (56), Arzt und Bestseller-Autor aus dem Ruhrpott. Der Radiologe und ältere Bruder von Sänger Herbert Grönemeyer hat gerade einen Ratgeber herausgebracht: „Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit“ – 607 Seiten über Vorsorge und Selbsthilfe bei den wichtigsten Krankheiten. Außerdem erklärt das Buch die wichtigsten Behandlungsmethoden und sagt, welche Medikamente in der heimischen Hausapotheke nicht fehlen dürfen. Die tz sprach mit dem Medizin-Guru:

Verraten Sie den besten Tipp, wie man gesund bleibt?

Das Wichtigste ist, dass die Menschen sich selbst kennen und Verantwortung für sich übernehmen. Dazu gehört beispielsweise, dass man sich ins Bett legt, wenn man müde ist. Außerdem sollte jeder Mensch entscheiden können, wann ein Arzt nötig ist. So könnte hinter einer chronischen Müdigkeit zum Beispiel eine Depression oder ein Tumor stecken – und diese Krankheiten müssen unbedingt behandelt werden.

Was ist Ihrer Meinung nach das beste Hausmittel?

Ich schwöre wie schon meine Oma auf die heilende Wirkung von Wärme und Kälte. Kneippgüsse zum Beispiel sind gut für ein starkes Immunsystem, bei akuten Gelenkschmerzen helfen Kältepackungen mit Eis. Und die gute alte Wärmflasche kann bei chronischen Schmerzen Wunder wirken!

Was sind jetzt im Dezember die drei größten Gefahren für die Gesundheit?

Zum einen sind das die überhitzten Zimmer, die die Schleimhäute austrocknen. Optimal ist eine Raumtemperatur von 18 bis 20 Grad, außerdem sollte man gut lüften. Im Winter halten wir uns zudem weniger draußen auf – enge Räume sind deshalb die zweite Gefahr, denn da ist das Ansteckungsrisiko besonders hoch. Im Winter außerdem gefährlich: Das Händeschütteln – schließlich sind in den kalten Monaten viele Erkältungserreger unterwegs, die so ganz einfach übertragen werden.

Wie oft werden Sie selbst krank?

Eigentlich sehr selten, aber alle paar Jahre erwischt es mich dann doch mal. Meistens handelt es sich dabei um einen grippalen Infekt.

Wie halten Sie sich fit?

Ich mache täglich zehn Minuten Yoga, gehe drei Mal die Woche laufen und esse jeden Tag viel frisches Obst und Gemüse aus der Saison.

Und was machen Sie, wenn es Sie doch mal erwischt hat?

Viel trinken und Obst essen, bei Fieber lege ich mich mit Wadenwickeln ins Bett. Wenn nötig, komme auch ich um ein Antibiotikum nicht herum. Aber in der Regel reichen naturheilkundliche Medikamente aus.

Sie sind der ältere Bruder von Sänger Herbert Grönemeyer. Hört er in Sachen Gesundheit auf Sie?

Ja, ich bin sein ganz persönlicher Gesundheitsratgeber. Wenn er etwas hat, ruft er immer zuerst mich an – da wird dann auch mal telefonisch eine Diagnose gestellt.

Zu guter Letzt noch ein Tipp für die tz-Leser: Wie komme ich trotz Weihnachtsgans und Plätzchen fit durch den Advent?

Weihnachten soll man genießen – dazu gehört auch das gute Essen. Allerdings sollte man nach einem fetten Essen mindestens eine halbe Stunde spazieren gehen oder, wie die Asiaten, nach jeder Mahlzeit frisches Obst essen. Das regt die Verdauung an – und die Pfunde haben keine Chance!

Christina Schmelzer

Quelle: tz

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