Polizei mit Großaufgebot

3. Oktober: Drei Mio. Menschen in der Stadt

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Die Aufbauarbeiten auf der Ludwigstraße laufen auf Hochtouren.

München - Es wird voll werden. Unglaublich voll: In ganz München werden sich am 3. Oktober etwa drei Millionen Menschen tummeln. So kommen Sie durch das Chaos.

Geschätzte drei Millionen Münchner und Touristen werden am Dienstag und Mittwoch die Innenstadt, das Oktoberfest und die Zentralfeierlichkeiten des Tages der Deutschen Einheit zwischen Odeonsplatz und Siegestor bevölkern. Dazu kommen noch zwei Demos und rund 1200 hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft – darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck.Alle diese Gäste stehen unter Polizeischutz.

Eine niemals dagewesene Masse Mensch also, die gelenkt werden will. Dafür fährt die Polizei groß auf: Fast 3000 uniformierte Beamte sind im Einsatz. Polizeisprecher Reinhold Bergmann bittet die Münchner, wenn möglich auf das Auto zu verzichten: „Kürzere Wege sollte man am besten zu Fuß zurückzulegen.“ An beiden Tagen wird der U-Bahnhof Universität gesperrt sein. Die Behörden befürchteten, dass das Gedrängel dort zu groß werden könnte. Die tz sagt, wo was los ist und wie Sie am besten durch den Trubel kommen:

Dienstag

Radeln und Parken: Die Radwege auf der Ludwigstraße sind für Radfahrer an beiden Festtagen gesperrt. Rund um das Bürgerfest stehen keinerlei Parkplätze für Verfügung. Nur Besitzer eines Parkausweises „Altstadt“ dürfen vom 2. Oktober (20 Uhr) bis 3. Oktober (18 Uhr) am Maximiliansplatz gratis parken. Autofahrer werden gebeten, den Bereich zwischen Siegestor und Odeonsplatz großräumig (!) zu umfahren.

Busse: Der Stadtbus 100 fährt bis Abbau-Ende in der Nacht zu Donnerstag die Haltestellen Odeonsplatz und Amalienstraße nicht an. Die Nachtbusse N40 und N41 verkehren zwischen Uni und Lenbachplatz über die Barerstraße. Die Haltestellen Von-der Tann-Straße und Odeonsplatz entfallen. Die Nachtbusse halten an der Tram-Haltestelle Pinakotheken und am Ersatz-Stopp Oskar-von-Miller-Ring.

U-Bahnen: Die MVG setzt auf allen Innestadt-Abschnitten mehr U-Bahnen ein. Die Züge fahren im 2,5-Minuten ab mittags bis 19.30. Der U-Bahnhof Universität wird nicht angefahren. Die Linien U3/U6 fahren dafür bis Mitternacht im 2,5 Minuten-Takt.

S-Bahn: Auf allen Linien verkehren Vollzüge. Auf der Stammstrecke fahren zusätzliche Pendel-S-Bahnen: Lochhausen – Ostbahnhof und Pasing – Trudering.

Demonstration: Ab 17 Uhr versammeln sich rund 200 Demonstranten am Sendlinger Tor. Ihr Thema: „Bleiberecht für alle. Gegen die Abschiebungspolitik in Europa und Deutschland.“ Die Teilnehmer ziehen bis 19 Uhr über die Sonnen-, Schwanthaler- und Paul-Heyse-Straße zur Herzog-Heinrich- und Lindwurmstraße zum Goetheplatz. Es wird voraussichtlich zu langen Staus im Berufsverkehr kommen.

Mittwoch

U-Bahn: Die Linien U3/U6 fahren im 2,5-Minuten-Takt von 12 Uhr mittags bis 22 Uhr. Die Linien U4/U5 fahren ganztags nach Wiesn-Fahrplan alle 3,3 Minuten. Die MVG fährt an den Festtagen 4000 Kilometer extra und setzt täglich 150 zusätzliche Mitarbeiter ein.

S-Bahn: Auf der Stammstrecke fahren zusätzliche Pendel-S-Bahnen: Lochhausen – Ostbahnhof und Pasing – Trudering ab etwa 9 Uhr bis ca. 22.20 Uhr im 20-Minuten-Takt.

Züge: Es fahren 18 Sonderzüge wie an den Wiesn-Wochenenden auf den Strecken zwischen München und Nürnberg, Würzburg, Ausgburg, Mittenwald, Freilassing und Plattling. Auf der Strecke München – Augsburg wird die Platzkapazität auf 480 angehoben.

In dieser Demonstration steckt unter Umständen Zündstoff: 500 linksorientierte Teilnehmer versammeln sich ab 14.30 Uhr am Stachus, um u.a. „Gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober“ zu demonstrieren. Zu der Demo hat der Linksextreme Jan Tepperies aufgerufen. Der Zugweg führt ab etwas 15.30 Uhr über die Bayer-, Schiller-, Schwanthaler- und Sonnenstraße zum Sendlinger Tor und geht weiter über die Blumen-, Papa-Schmid- und Müllerstraße ins Rosenthal und zum Oberanger zurück zum Sendlinger Tor. Über die Sonnenstraße bewegt sich die Demo dann zurück zum Stachus zur Abschlusskundgebung bis etwa 19.45 Uhr. Starke Polizeikräfte werden diese Demo begleiten und es wird wieder zu langen Staus kommen.

Dorita Plange

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