Schuhe für den größten Mann der Welt

Einigung im Schuh-Streit: Bertl zieht den Kürzeren

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Bertl zog vor Gericht den Kürzeren.

München - Bei dem Fall fällt es schwer, mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben. Es geht um Schuhgrößen und einen Münchner Schuhmacher, der nun nicht mehr behaupten darf, Schuhe für den größten Mann der Welt gefertigt zu haben.

Mittwoch war Prozessauftakt zwischen Schuh Bertl aus dem Glockenbachviertel und Schuhmacher Georg Wessels aus Vreden (NRW): Ihr Streit vor dem Landsgericht Münster endete damit, dass Bertl nicht mehr behaupten darf, Schuhe für den größten Mann der Welt gefertigt zu haben. Denn zur Hochzeit von Sultan Kösen (2,15 Meter groß) nahm Wessels im Oktober 2013 eigene Schuhe mit – Fotos belegen das. Bertl lieh sich nur Leisten von Wessels, fertigte damit aber Trachtenschuhe für einen russischen Riesen – der starb, und Kösen waren die Treter eine Nummer zu groß. Lösung: Die 8000 Euro teuren Bertl-Treter gehen als Dauerleihgabe ans rheinland-pfälzische Schuhmuseum Hauenstein!

J. Gottschick

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