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Einladung aus München - Zusage aus Kiew: Bürgermeister Vitali Klitschko wird Mittwoch im Stadtrat zugeschaltet

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Von: Sascha Karowski

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Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko vor einem zerstörten Gebäude.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko vor einem zerstörten Gebäude. © IMAGO/Sergei Chuzavkov

Vitali Klitschko soll am Mittwoch im Münchner Stadtrat sprechen. Der Bürgermeister von Kiew hat zugesagt, sich zuzuschalten. Das hat unsere Zeitung aus dem Rathaus erfahren. Es hänge freilich von der Situation in Kiew ab.

München- Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko wird wohl am Mittwoch in der Vollversammlung des Münchner Stadtrates sprechen. Nach Informationen unserer Zeitung hat Klitschko eine Live-Schalte zugesagt. Es hänge natürlich von der Situation in Kiew ab und von der technischen Machbarkeit.

Zuvor hatte sich der Ältestenrat des Stadtrates am Freitag auf Vorschlag der CSU darauf verständigt, den ehemaligen Profiboxer anzufragen. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat demnach Gespräche aufgenommen. Es sind noch offene Fragen zu klären, ob Klitschko überhaupt live in den Fröttmaninger Showpalast zugeschaltet werden kann.

OB Dieter Reiter hatte Klitschko in einem Schreiben Solidarität zugesichert

Reiter hatte bereits unmittelbar nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine Klitschko in einem Schreiben „die uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung der Landeshauptstadt“ versichert. „Wir stehen Seite an Seite mit den Menschen aus unserer Partnerstadt Kiew. Es ist unstrittig, dass die Grenzverletzung der russischen Truppen eine absolut inakzeptable Handlung darstellt“, hieß es in dem Schreiben weiter.

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist seit 6. Oktober 1989 Partnerstadt Münchens. Seit Beginn des Angriffskrieges zeigt sich die bayerische Landeshauptstadt solidarisch mit der Ukraine. Es sind ein Spendenkonto und eine zentrale Website eingerichtet, um die Informationen zur Unterstützung Geflüchteter aus der Ukraine zu bündeln. Mit Flaggen setzte München zudem ein Zeichen gegen den Krieg.

Von München nach Kiew: Hilfstransport erreicht sein Ziel

Erst am Freitag ist ein Hilfstransport aus München wohlbehalten in der Partnerstadt Kiew angekommen, wie die Deutsche Bahn der Stadt mitgeteilt hat. Die 14 großen Transportcontainer müssen offenbar vor Ort noch abgeladen werden, bevor die 170 Tonnen Hilfsgüter verteilt werden können. Neben Medikamenten und Verbandsmaterial hatte die Stadt München auch weitere dringend benötigte Hilfsgüter wie Babynahrung und Windeln, Nahrungskonserven und Wasser, Schlafsäcke, Isomatten und wärmende Kleidung vergangene Woche per Zug auf den Weg in die Partnerstadt gebracht.

Oberbürgermeister Reiter sagte am Freitag: „Ich möchte mich noch einmal bei allen recht herzlich bedanken, die mit ihrer Spende dazu beigetragen haben, dass wir die Not und das schreckliche Leid in unserer Partnerstadt Kiew wenigstens etwas lindern können.“ 

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