Körperverletzungen am Wochenende

Zahlreiche Einsätze für die Bundespolizei

München - Die Bundespolizei hat ein einsatzreiches Wochenende hinter sich. Bei mehreren Handgreiflichkeiten und Körperverletzungen mussten die Beamten im S-Bahnbereich eingreifen.

Das Allerheiligen-Wochenende hatte es in sich. Die Bundespolizei wurde zu insgesamt neun Fällen gerufen.

Am Freitag kam es zu zwei Einsätzen am Münchner Hauptbahnhof. Wie die Bundespolizei berichtet, ging zum einen gegen 19.15 Uhr ein betrunkener 37-Jähriger bei einer Personenkontrolle am S-Bahnsteig auf die Beamten los. Zwei Stunden später beleidigte ein ebenfalls angetrunkener 43-Jähriger mehrere Reisende lautstark am Haupteingang.

Körperverletzungen und Belästigung am Samstag

Am Samstag folgte schon um 02:50 Uhr der erste Einsatz, als ein Reisender eine Messerattacke in einer S2 (Richtung Erding) vor Markt Schwaben meldete. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein 16-Jähriger aus Markt Schwaben zwar bedroht, aber nicht verletzt worden war, so die Polizeimeldung. Die Suche nach dem unbekannten Täter, der die S-Bahn in Heimstetten verlassen hatte, blieb erfolglos.

Eine Stunde später kam es am Ostbahnhof zu Handgreiflichkeiten zwischen einem 29-Jährigen und einem 21-Jährigen, der im Gesicht verletzt wurde. Eine Streife der Bundespolizei trennte die beiden Streithähne.

Um 10 Uhr wurde die Bundespolizei gerufen, als ein 23-jähriger Münchner versuchte, in einer S3 vor einer Fahrscheinkontrolle abzuhauen. Den Angaben zufolge, soll er die Mitarbeiter des Prüfdienstes beschimpft, geschubst und nach ihnen geschlagen haben. Bei seiner Festnahme wurde er an der Hand verletzt.

Gegen 20 Uhr soll ein 25-Jähriger am Hauptbahnhof eine 16- und 17-Jährige belästigt haben. Als ein 18-Jähriger dazwischen ging, bemerkte eine Streife der Bundespolizei den Vorfall und ging dazwischen.

Und auch am Sonntag hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Um kurz vor 7 Uhr gerieten zwei Männer (35 und 24) in der östlichen Bahnsteigunterführung am Ostbahnhof aneinander. Der 35-Jährige schlug seinem jüngeren Kontrahenten ins Gesicht, bevor die Beamten die Streithähne trennen konnten.

Wie Ärger bei Fahrscheinkontrollen

An der Haltestelle Fasanerie eskalierte gegen 12.30 Uhr erneut eine Fahrscheinkontrolle. Als ein 29-Jähriger Fahrgast fliehen wollte, überwältigte ihn ein Bahnmitarbeiter (22). Beide klagten anschließend über Schmerzen.

Der letzte Einsatz der Bundespolizei am Allerheiligen-Sonntag bedarf noch genauer Abklärung. Kurz nach 21 Uhr sollen Fahrscheinkontrolleure in einer S2 Richtung Petershausen vor dem Halt in Untermenzing zwei weibliche Reisenden rassistisch beleidigt haben. Eine der beiden Frauen hatte den Vorfall offenbar mit ihrem Handy aufgezeichnet. Die Bundespolizei versucht nun anhand von Videoaufzeichnungen den Fall zu klären.

Rubriklistenbild: © dpa

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