Großaufgebot in Giesing

Einsatz beim Derby: Das sagt die Polizei

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Die Polizei war bemüht, die Lage rund um das und im Grünwalder Stadion zu beruhigen.

München - Während sich im Internet viele Fans über das Vorgehen der Polizei beschweren, kommt von Seiten der Fanbetreuer viel Lob für die Ordnungshüter. So bewerten die Beamten selbst die Situation am Dienstagabend.

"Wir haben uns bewusst gezeigt“, sagte Polizeisprecher Wolfgang Wenger am Mittwoch über den Polizeigroßeinsatz rund ums kleine Derby. Der Schwerpunkt des Einsatzes sei dabei stets „auf Lageberuhigung“ gelegen, sonst „bringen die sich gegenseitig doch halb um“, so Wenger. Im Netz gibt es am Mittwoch von Fanseite aber auch viel Kritik am Vorgehen von Polizei und Ordnern. Vor der Westkurve seien zunächst zu wenig Tore geöffnet gewesen, heißt es da zum Beispiel. Von einer drohenden Massenpanik ist die Rede. Die Polizei hingegen erklärt, Fans hätten Pyrotechnik ins Stadion schmuggeln wollen und deshalb die Kontrollen überrannt.

Das städtische Fanprojekt, in dem Sozialarbeiter mit Fans beider Vereine arbeiten, lobte das Vorgehen des Unterstützungskommandos (USK) rund um das Derby. „Die Polizei war gut aufgestellt“, sagte Lothar Langer vom Fanprojekt am Mittwoch dem Münchner Merkur. „Ohne Polizei hätte es ganz klar Auseinandersetzungen gegeben.“

"Kleines" Derby im renovierten Grünwalder - Bilder aus Giesing

"Kleines" Derby im renovierten Grünwalder - Bilder aus Giesing

In diesem Punkt unterscheidet sich die Fanprojekt-Sicht von der der Polizei deutlich. „Es gab am Dienstag kein großes Aufeinandertreffen zwischen den Fangruppen“, betont Langer. Sein Kollege Jochen Kaufmann, der für die Bayern-Fans zuständig ist, sagte: „Besonders gewalttätig war es definitiv nicht.“ Es sei ein „relativ ruhiger Abend mit großartiger Fußballatmosphäre“ gewesen.

MM

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