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Einwohnerzahl: München zieht nicht mehr so stark

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Von: Sascha Karowski

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Die Einwohnerzahl in München wächst - wenn auch nicht mehr so rapide. © dpa / Peter Kneffel

München wächst – aber längst nicht mehr so stark. Das geht aus einer Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der FDP hervor. Verzeichnete München 2014 noch ein Bevölkerungswachstum von 26 338 Menschen, waren es 2016 nurmehr 22 500 und 2018 lediglich noch 15 367.

Das Planungsreferat hat daher auch die Prognose des Zuwachses korrigiert. Im Jahr 2037 sollen demnach 1,81 Millionen Menschen in München leben. Gegenüber 2017 wäre das ein Anstieg von 254 700 Personen beziehungsweise 16,4 Prozent. Unlängst waren die Experten noch von 1,85 Millionen Einwohnern bereits im Jahr 2035 ausgegangen.

Der jährliche Einwohnerzuwachs schwankte zuletzt aufgrund der Flüchtlinge sehr stark. Doch bereits 2017 zeichnete sich die zu erwartende Reduzierung der europäischen Migration aus Ländern mit Eurokrise und aus den Ländern der EU-Osterweiterung ab. 

Daneben war ein deutlicher Rückgang der Zugänge von Schutzsuchenden zu beobachten. Ein weiterer Grund fürs rückläufige Wachstum ist sicherlich in der angespannten Mietsituation zu sehen. Die Preise steigen, nicht jeder kann sich das leisten. Der kommunale Wohnungsbau scheint zudem begrenzt.

Laut einer aktuellen Studie zur Infrastrukturversorgung geht die Verwaltung noch von einem Potenzial von circa 72 000 Wohnungen in den nächsten 20 Jahren aus. Die Einwohnerdichte Münchens, die bereits deutschlandweit die Höchste ist, soll bis 2035 auf knapp 6000 Wohnberechtigte je Quadratkilometer ansteigen. Derzeit leben die rund 1,5 Millionen Münchner in 837 000 Haushalten. 75 Prozent von ihnen zur Miete.

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