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Sportler hoffen, dass der Chef des Englischen Gartens das Surfen nicht verbietet

Eisbach: Protestwelle gegen Surfverbot

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Protest gegen ein mögliches Surf-Verbot auf dem Eisbach: Die Freizeitsportler im Englischen Garten präsentierten sich gestern mit Plakaten, „Retter“-T-Shirts und ihren Sportgeräten

Für Münchens Surfer ist sie einzigartig, und sogar in Hawaii bekannt: Die Eisbachwelle, das Wellenreiterparadies im Englischen Garten.

Seit einem Jahr aber rumort es: Thomas Köster, Chef des Englischen Gartens, hatte da zum ersten Mal erwähnt, das Surfen auf dem Eisbach zu verbieten. Auch die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung will die Brettlfans vom Eisbach verbannen. Die Surfer wiederum organisierten jetzt eine Protestwelle am Eisbach und sammelten bereits tausende Unterschriften.

Mit Banner und Shirts unter dem Motto „Rettet die Eisbachwelle“ kämpften am Freitag die Surfer für ihr Platzl am Haus der Kunst. Auf ihrer Seite: Ludwig Spaenle, der CSU-Landtagsabgeordnete, und Finanzstaatssekretär Georg Fahrenschon (CSU). „Beschlossen ist noch nichts, aber diesen Sport verbannen möchte ich auf keinen Fall“, sagte Fahrenschon.

Bislang wird das Wellenreiten nur geduldet, erlaubt ist es nicht. Parkchef Köster will das Surfen vor allem deshalb verbieten, weil die Frage der Haftung nicht eindeutig klar ist, wenn ein Surfer verunglückt. Die Surfer wollen die Wogen glätten und haben für Köster einen Kompromiss: Man sollte in der Bade- und Bootsverordnung eine Klausel einfügen, die besagt: Verunglückt ein Surfer, haftet er selbst – nicht der Englische Garten, niemand sonst. Jetzt warten die Sportler auf eine Einwilligung.

Die tz hörte sich bei den Brettlfans um, warum das Surfen auf dem Eisbach nicht verboten werden soll.

Das wäre tragischSurfen ist mittlerweile eine der populärsten Sportarten der Welt, und wir sind unglaublich stolz, hier diese Welle zu haben. Drum wollen wir unseren Sport hier nicht aufgeben. Vor allem auch, weil man auf dieser Flusswelle die komplexe Surftechnik ziemlich schnell lernen kann. Wir Münchner stellen ja immerhin den Deutschen Meister und den Deutschen Schülermeister. Diese Trainingsmöglichkeit zu verlieren wäre ein unglaublicher Verlust – auch für die Stadt München. Karsten Mohr (46), Sportmanager, surft seit 30 Jahren

800 Surfer wissen nicht, wohinFür uns, die wir schon seit zig Jahren hier surfen, gehört die Eisbach-Welle zum Leben dazu. Und sie ist ein einzigartiges Naturereignis. Außerdem: Wo sollten die rund 800 Surfer hin, wenn diese Welle uns verboten wird? Die Einzige, die uns bleiben würde, wäre an der Floßlände. Da gäbe es dann noch mehr Stau. Und: Wir üben einen Sport aus, der rein umweltschonend ist – wir nutzen nur die natürlichen Möglichkeiten: unsere Eisbachwelle! Wolfrik Fischer (45), Spezialeffekter aus Schwabing, surft seit 20 Jahren am Eisbach

Eine einmalige AttraktionHier nicht mehr surfen zu können wäre der Untergang: Das Meer ist viel zu weit weg, und ich müsste dann dieses super Hobby aufgeben. Jetzt steig ich eben in die S-Bahn und bin da. Das sind einfach geniale Bedingungen – und auf die Wellen im Meer müsste ich warten, schauen ob der Wind gut steht, und diese eine Sekunde abpassen, wenn die Welle da ist. Diese hier ist immer da. Und außerdem: Welche Stadt hat schon so eine Attraktion? Paul Schoepplenberg (17), Schüler aus Solln, Surft seit 2 Jahren am Eisbach

Agnes Vogt

Quelle: tz

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