Eklatante Pflegemängel: Aufnahme-Stopp in Luxus-Altenheim!

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In diesem Thalkirchner Heim herrschen große Mängel.

München - Wegen „erheblicher Pflegemängel“ hat die Heimaufsicht einen Aufnahme-Stopp für das Thalkirchner Pflegeheim „Villa München“ des Trägers Kursana verhängt.

Zudem wurde dem Haus ein Zwangsgeld angedroht, wenn sich die Zustände nicht umgehend ändern.

Am 1. Februar hatte die Münchner Heimaufsicht einen anonymen Hinweis auf eklatante Missstände in dem Premium-Heim erhalten. „Wir haben noch am selben Tag unangemeldet kontrolliert“, bestätigt Sebastian Groth, Leiter der Abteilung Sicherheit und Ordnung im Kreisverwaltungsreferat dem Münchner Merkur. Vier Tage später statteten die Kontrolleure dem Haus einen zweiten Besuch ab.

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Ergebnis: Mehrere Bewohner des Pflegebereichs hatten sich wundgelegen, sowohl die Druckgeschwür-Vorsorge als auch die Behandlung schon vorhandener Wundstellen war mangelhaft. Acht der rund 40 Bewohner hatten erheblich an Gewicht verloren – ein Zeichen für eine unzureichende Ernährung.

Zudem war die gesetzliche Fachkraftquote von 50 Prozent nicht eingehalten. „Nicht akzeptabel“ sei das, fasst Groth zusammen. Die Heimaufsicht erlasse nun einen Bescheid mit Auflagen, die das Heim „ab sofort“ umzusetzen habe. Kursana-Sprecherin Michaela Mehls erklärte, dass sich die Einrichtung in Thalkirchen „nach der Übernahme durch Kursana im September 2010 in einer Übergangsphase“ befinde. Nun werde „kurzfristig ein Maßnahmenplan zu den in der Anhörung der Heimaufsicht genannten Themen umgesetzt“, so Mehls. Insgesamt seien im stationären Bereich aber „wesentlich mehr Pflegemitarbeiter tätig“ als in bayerischen Pflegeheimen vorgeschrieben sei.

wö.

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