Handlungsprogramm für 30 Millionen Euro

Elektromobilität: München plant 100 neue Ladestationen

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Strom tanken ist in München noch nicht so einfach, denn bisher gibt es nur knapp über 100 Ladestationen. 

München verstärkt die Bemühungen bei der Förderung von Elektromobilität, denn die Stadt hat im Vergleich zu anderen Großstädten Nachholbedarf.

München - 30 Millionen Euro steckt München in ein Handlungsprogramm – eine bundesweit vorbildliche Initiative, heißt es aus dem Rathaus. Ziel: Bis zum Jahr 2020 sollen 17.500 mit Strom angetriebene Kraftfahrzeuge in München unterwegs sein. Aktuell sind es nur 1900, und auch in ganz Deutschland liegt die Zahl erst bei 60.000.

Um den Umstieg auf E-Autos attraktiv zu machen, bedarf es natürlich auch eines gut ausgebauten Netzes an Ladesäulen. Dass hier in München Nachholbedarf herrscht, geht aus einer Statistik des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft hervor. Demnach ist Berlin mit 529 öffentlich zugänglichen Ladepunkten Spitzenreiter, dahinter folgen Stuttgart (366) und Hamburg (292). In München gibt es derzeit lediglich knapp über 100 Ladestationen, wie einer Antwort von Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Josef Schmid (CSU) auf einer Anfrage der Grünen zu entnehmen ist. Die Stadtwerke betreiben davon 49 Ladepunkte an 23 Stationen. Die Grünen hatten moniert, der Stadtrat habe zwar die finanziellen Mittel für die notwendige Infrastruktur von Ladesäulen freigegeben, die Umsetzung lasse aber auf sich warten.

Das Gesamtbudget dieses Handlungsfeldes beläuft sich auf etwa 6,6 Millionen Euro. Nach Auskunft der Stadtwerke können mit dem Geld weit über 100 Ladestationen errichtet werden – womit die Zahl der Elektro-Tankstellen verdoppelt werden würde. Die Standortplanung für diese zusätzlichen Ladesäulen erfolgt im Laufe des Jahres, die Installation soll bis Ende 2017 erfolgen. Sie sollen hauptsächlich an P+R-Anlagen entstehen.

Die Grünen hatten auch nach öffentlich reservierten Parkplätzen für Ladestationen gefragt. Der Antwort von Schmid zufolge gibt es derzeit zehn Standorte im Stadtgebiet. Diese seien entsprechend dem Elektromobilitätsgesetz beschildert und rund um die Uhr ausschließlich E-Fahrzeugen vorbehalten. Die Standorte der zehn Ladesäulen: Bauerstraße 4, Kathi-Kobus-Straße 3, Leopoldstraße 153, Birnauer Straße 3, Knorrstraße 70, Englschalkinger Straße 14, Königinstraße 101, Königinstraße 103, Holbeinstraße 5 sowie die Nordseite der Elisenstraße gegenüber der Hausnummer 3. 

Lesen Sie hier: Gericht untersagt Ladestation in Tiefgarage

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Klaus Vick

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