Wohnhaus mit Läden neben Standln

Laut Studie: So sehen die Pläne für den Elisabethmarkt aus

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Das neue Ensemble am Markt: Dort will die Stadtsparkasse ein Gebäude mit 90 Wohnungen sowie Büros und Läden errichten.

München - Der Elisabethmarkt wird ein neues Gesicht bekommen - so viel ist schon länger sicher. Nun zeigt eine Studie, wie genaus sich der Platz verändern wird.

Charmant und traditionell soll der Elisabethmarkt auch in Zukunft bleiben - so stellt es sich jedenfalls das Kommunalreferat vor, das jetzt die Pläne für den Umbau und die Sanierung des Schwabinger Platzes öffentlich machte. Fest steht: Es wird kräftig rangeklotzt - auf den Elisabethplatz kommen große Veränderungen zu.

Die Standl, in denen die Händler Obst, Gemüse, Käse, Fleisch und Brotzeit verkaufen, stammen aus den 1950er-Jahren und müssen dringend saniert werden - so sehen das jedenfalls die Stadtverwaltung und einige Händler. Es gibt zu wenig Lagerraum, die Hütten entsprechen nicht mehr heutigen Hygienevorschriften.

23.000 Unterschriften gegen Abriss

Gravierender noch: Der ganze Markt soll umgebaut werden - obwohl einige Händler und viele Anwohner dagegen sind. Eine Bürgerinitiative hat 23.000 Unterschriften gegen den Abriss der Standl gesammelt. Gleichzeitig entsteht in direkter Nachbarschaft zum Markt ein neues Glanzprojekt: Im Süden des Platzes steht jetzt noch das alte Umspannwerk der Stadtwerke - dort will die Stadtsparkasse ein Gebäude mit 90 Mietwohnungen errichten. Laut Sparkassen-Architekt Michael Rubenbauer ist für den Wohnblock die „typische Schwabinger Mischung“ geplant: im Erdgeschoss Läden, Büros im ersten Stock und darüber Wohnungen - zum Teil geförderte. Die Sparkasse will explizit „keine Luxuswohnungen“ bauen, sondern sich am Mietspiegel orientieren. Der Gebäudeteil, der von der Nordendstraße in den Innenhof hineinragt, soll eine Kindertagesstätte beherbergen. Und in den oberen Stockwerken will die Sparkasse günstige Apartments für Studenten und Azubis anbieten.

Nach Norden hin öffnet sich der Wohnblock für die Marktbesucher. Die Läden im Erdgeschoss sollen den Marktstandln keine Konkurrenz machen. Stattdessen soll der Platz zwischen dem Neubau und dem Markt zum Flanieren einladen - und nebenbei als Feuerwehranfahrtszone dienen. Der Umbau am Markt und der Neubau der Wohngebäude sollen gleichzeitig stattfinden. Bis 2022 soll alles fertig - und wieder charmant sein.

Wo jetzt noch das alte Umspannwerk steht, soll ein Wohnblock gebaut werden.

Die Standl-Pläne

Den Charakter des Elisabethmarktes zu erhalten, sei am wichtigsten, sagt Kommunalreferent Axel Markwardt. Der Vorschlag seiner Behörde: Die alten Buden werden abgerissen und anders angeordnet wieder aufgebaut. Eine Hütte soll dann drei Marktstandl beherbergen, Stände in der zweiten Reihe wird es nicht mehr geben. Die Parkplätze, die jetzt sehr viel Fläche brauchen, sollen unter die Erde in eine Tiefgarage wandern, ebenso wie die Lagerräume.

Judith Issig

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