Pumuckl-Streit ist beendet

München - Ab und an muss das Schicksal hart eingreifen, um einen zurück auf die Spur zu bringen. Barbara von Johnson (69), Pumuckl-Zeichnerin und viele Jahre lang im Gerichts-Clinch mit Ellis Kaut, hat das erlebt.

Sie war schwer an Krebs erkrankt - nun geht es ihr wieder gut, und sie hat nur einen Wunsch: ihren Frieden zu machen mit all dem Ballast, den sie jetzt mit anderen Augen sieht. „Ich räume überall auf, und das fühlt sich gut an“, sagt die Zeichnerin zur tz. Sie hat sich von ihrem langjährigen Berater getrennt: „Ich nehme die Sache jetzt selbst in die Hand.“

Und das bedeutet: Das Kriegsbeil zwischen Ellis Kaut, der Pumuckl-Erfinderin und -Autorin, und von Johnson wird begraben. Am 7. März traf sich die Zeichnerin mit Kauts Tochter Uschi Bagnall. „Wir haben uns sehr gut verstanden und ausgesprochen“, erinnert sich von Johnson. Bagnall fungierte „als eine Art Außenminister“, lächelt von Johnson, Ellis Kaut selbst sei mit allem einverstanden, aber ihr ginge es gesundheitlich nicht so gut.

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Die Folge der neuen Harmonie: Am 16. März. genau an ihrem 70. Geburtstag, wird sich von Johnson mit Bagnall und Armin Krattenmacher in ihrem Münchner Atelier treffen. Krattenmacher betreibt das Pumuckl-Museum in Ohlstadt. Das soll neu eröffnet werden mit Pumuckl-Werken aus der Feder Barbara von Johnsons: Wettbewerbs-Zeichnungen, Plattenhüllen, Skizzen. Etwa die eines Kobold-Zwillingsbruders, und auch der Puwackl ist dabei.

Was von Johnson besonders am Herzen liegt: Sie will alle Rechtsstreitigkeiten um Pumuckl ein für alle Mal beenden. „Damit der arme kleine Kerl endlich wieder durchatmen kann“, sagt sie der tz. „Ich habe ihm so viel zu verdanken.“ Gut schlafen kann sie allerdings noch nicht. „Dazu bin ich zu aufgeregt wegen des 16. März.“

M. Bieber

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